Die Geologie

Heute kam unser geologisches Gutachten. Die Firma Weiss hat es anfertigen lassen. Bis unser Haus auf sicherem Grund stehen kann ist demnach einiges an Mehrarbeit notwendig. Hier ein paar Stichpunkte, die unser Statiker für uns zusammengefasst hat:

  • Die Tragfähigkeit des anstehenden Baugrundes ist eingeschränkt. Der vorgegebene Bettungsmodul von 12.000 kN/m³ für die Bemessung der Bodenplatte liegt unter den Voraussetzungen laut Baubeschreibung von 25.000 kN/m³,( der Bettungsmodul beschreibt den Boden als eine unendliche Anzahl von Federn, je größer der Wert desto steifer und tragfähiger ist der Boden) so dass zusätzlicher Baustahl in der Bodenplatte erforderlich werden kann. Laut Baubeschreibung sind in der Bodenplatte 16kg/m² Baustahl enthalten. Ob und wie viel Mehrstahl erforderlich wird, kann erst nach der statischen Berechnung exakt ermittelt werden.
  • Um ein einheitliches Setzungsverhalten und Gründungsverhalten und auch um das geplante Gründungsniveau zu erreichen, ist der Einbau eines abgetreppten Bettungspolsters unter der Bodenplatte aus Material gemäß Gutachten nötig. Das Bettungspolster muss eine Mächtigkeit von mindestens 50 Zentimeter aufweisen, und gemäß den Vorgaben aus dem Gutachten lageweise eingebaut werden. In Teilbereichen wird das Bettungspolster eine Mächtigkeit von bis zu circa  60 Zentimeter erreichen können.
  • Die Frosttiefe ist bei den vorliegenden, frostempfindlichen Böden, auf 105 Zentimeter zu erhöhen; dies sind 25 Zentimeter mehr als die bauüblichen 80 Zentimeter. Der horizontale Frostschirm der Bodenplatte muss so von 60 auf 90 Zentimeter verbreitert werden.
  • Der fachgerechte Einbau des Bettungspolsters ist über Kontrollprüfungen gemäß Gutachten nachzuweisen. Eine gutachterliche Abnahme der Gründungssohle wird empfohlen.

Baugenehmigung – das erste Problem

Am Donnerstag hatten wir unser Baugesuch eingereicht. Dass es darin eine Abweichung zum Bebauungsplan gab, war uns bewusst. Sowohl die Baufirma als auch der Vermesser hatten sich diesbezüglich bei der Stadt erkundigt. Im Raum stand, ob wir nicht vielleicht doch ein Genehmigungsverfahren beantragen müssen.

Die Firma Weiss teilte uns mit, sie hätte von der Bauverwaltung der Stadt Nürtingen die Auskunft erhalten, dass wir trotzdem im Kenntnisgabeverfahren (billiger, schneller) bauen könnten.

Heute kam ein Brief von der Stadt. Hier ein Auszug:

„Bei der Durchsicht der Unterlagen ist uns aufgefallen, dass Ihr geplantes Bauvorhaben dem  geltenden Bebauungsplan widerspricht.
Der Bebauungsplan sieht für Ihr Wohngebäude eine Erdgeschossfussbodenhöhe (EFH) von 317,30 m
vor. Geplant haben Sie mit einer EFH von 317,55 m.
Nach Ziffer 1.4 des Bebauungsplanes (Höhe der baulichen Anlagen) ist es ausnahmsweise möglich,
dass mit der EFH-Höhe um +/- 30 cm variiert werden kann, d.h. dies muss beantragt werden.
Dieser separate Antrag ist im Kenntnisgabeverfahren nach der neuesten Fassung der Landesbau-
ordnung nicht mehr zulässig.
Somit können Sie Ihr Bauvorhaben nicht im Kenntnisgabeverfahren durchführen.
Bitte wählen Sie ein anderes Verfahren (Bauantragsverfahren § 49 LBO oder Vereinfachtes Bauge-
nehmigungsverfahren § 52 LBO). Die Formulare sind entsprechend auszutauschen.
Setzen Sie sich diesbezüglich mit Ihrem Entwurfsverfasser in Verbindung.“

Ein Amt zwei Meinungen.
Wir haben Kontakt mit unserer Architektin aufgenommen. Mit ihr muss jetzt geklärt werden, wie es weitergeht.

Das Baugesuch ist da!

Am vergangen Samstag ist unser Baugesuch eingetroffen. Was heißt „das“… es waren nicht weniger als fünf Ausfertigungen. Zwei braucht die Stadt, eine dritte falls die Kommune keine eigene Baurechtsbehörde hat. Nürtingen ist Große Kreisstadt, deshalb ist’s kein Problem. Die vierte ist für den Schornsteinfeger – wir wollen einen Kaminofen. Nummer fünf für unsere Akten.

Gestern Abend haben wir uns hingesetzt und überall da unterschrieben wo „Bauherr“ stand. Außerdem jeden Plan und das Formular fürs Statistische Landesamt.

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit habeich im Technischen Rathaus vorbeigeschaut und die Unterlagen abgegeben.

Da wir im sogenannten Kenntnisgabeverfahren bauen, sollte es mit der Genehmigung nicht allzu lange dauern. Wir sind gespannt was jetzt auf uns zukommt.

In der Zwischenzeit haben wir auch einen Termin für die weitere Bemusterung unseres Hauses bekommen. Wir treffen uns im Februar mit den Leuten von Fertighaus Weiss, um Elektroinstallationen, Heizung-/Sanitär und die Badezimmergestaltung zu planen. Danach geht es auch schon bald ins Eingemachte….

Garage mit Tür

Am Freitag kamen endlich die langersehnten Vorabzüge unserer Baupläne an. Sie waren wohl mit der Schneckenpost unterwegs: Fertighaus Weiss hatte die Unterlagen am 21. September losgeschickt – vier Tage Laufzeit für die rund 70 Kilometer von Oberrot nach Nürtingen. Respekt!

Wir haben die Pläne studiert, ein paar kleine Änderungen markiert. Die Terrassentür soll sich in die andere Richtung öffnen,  auf einen „Lichttunnel“ im Dachgeschoss wollen wir gerne verzichten.

Außerdem haben sich nach einem Gespräch mit einem Vertreter von Ott-Garagen einige kleine Änderungen an der Garage ergeben. Aber es geht eigentlich nur darum auf welcher Seite das Regenwasser vom (begrünten) Dach in unsere Zisterne geleitet wird  und um die Position der Türe.

Die Garage, bei  Ott das Modell „Neva“,  hat 6x 3x 2,59 Meter. Sie soll eine Türe bekommen. Wir wollen im hinteren Teil Fahrräder abstellen. Dazu möchten wir eine seitliche Tür, damit  wir leichter an unsere Räder kommen. Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit – da ist es einfach praktischer, wenn man schnell an seinen fahrbaren Untersatz kommt.

Außerdem soll die Garage ein elektrisch angetriebenes Sektionaltor bekommen und eine Elektroinstallation.

Wir hatten auch ein erstes Gespräch mit einem Ofenbauer. Im Wohn-/Esszimmer soll später mal ein Kaminofen stehen. Aber hier gibt es noch nicht viel Konkretes zu  berichten. Mehr dazu in Kürze…

Küchenplanung – Teil 2: Es ist eine Insel!

Wir hatten ein zweites Küchen-Gespräch. Bei Marquardt-Küchen in Stuttgart-Bad Cannstatt. Nach dem Reinfall bei unserem ersten Versuch, für unser Haus eine Küche zu finden, waren wir angenehm überrascht – wobei das noch untertrieben ist. Wir hatten (wie bei unserem Termin bei Rieger) vorab telefonisch einen Termin vereinbart. Unsere Beraterin war toll. Sie fragte nach unseren Wünschen (offene, helle  Küche, Side-by-Side Kühlschrank, Induktionskochfeld – mehr war es nicht 🙂 ). Danach führte sie uns durch die Ausstellung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welcher Küchenstil uns gefällt.

Erst danach machte sie sich ans Werk und kam mit einem Vorschlag, der uns überraschte: Es soll kein U-förmiges Küchenmonstrum werden, wie von der Konkurrenz vorgeschlagen, sondern eine an den Raum angepasste Küchenfront mit Kochinsel.

Die Küche hat matt lackierte Fronten, eine Granitarbeitsplatte,  jede Menge Stauraum und den heiß ersehnten großen Kühlschrank. Alle Geräte sind von Siemens oder Neff. Und das alles ist (das hätten wir echt nicht gedacht) deutlich in unserem Budget.

Die Insellösung ist uns vorher noch gar nicht so recht in den Sinn gekommen… wir dachten immer der Raum sei dafür nicht geeignet. Ach ja: das Küchenfenster wurde von unserer Architektin entsprechend der Küchenplanung verschoben. Ebenso wie die Terrassentür. Genau deshalb haben wir so früh mit der Küchenplanung begonnen.

Noch zwei kleine Anmerkungen:

Bei Marquardt gibt es eine Show-Küche in der ständig die Elektrogeräte vorgeführt werden. Auf denkbar tolle Art und Weise. Für Kunden und Mitarbeiter wird gekocht: Es gibt immer irgend etwas Leckeres. Wir waren zwei Mal dort. Beim ersten Mal gab’s ein Mittagessen, bei unserem zweiten Besuch selbst gebackenen Kuchen. Unserer Meinung nach ein prima Konzept, die eigene Hardware zu präsentieren. Da könnte sich so manches Möbelhaus eine Scheibe von abschneiden.

Außerdem haben wir Planungsunterlagen und ein komplettes Angebot schon beim ersten Termin mitbekommen – praktisch für uns, weil wir uns so schon mal im Netz  über die Küchengeräte informieren konnten, aber auch für unsere Architektin, die ihre Planung anpassen konnte.
Von anderen Anbietern gab es außer ein paar 3D-Grafiken nichts, um damit in die weitere Raumplanung zu gehen.

Bisher: klare Empfehlung für diesen Anbieter.

Küchenplanung – Teil 1

Küchenberatung bei Möbel Rieger: Zero Points.

Es ist schon ein paar Wochen her, aber wir wollen unsere erste Erfahrung in Sachen Küchenplanung trotzdem mal kurz zusammenfassen:

Wir wollten bei Möbel Rieger in Esslingen zunächst ganz spontan einen Termin. Das hat damals nicht geklappt. Also haben wir uns kurzfristig einen Termin geholt und sind voller Erwartungen in die Niederlassung gefahren. Doch schon schnell folgte die Ernüchterung:

Die Beraterin wunderte sich, warum wir schon so früh mit der Küchenplanung anfangen.

Wir sagten ihr,  dass wir in so einer frühen Planungsphase noch sehr flexibel seien, und den Raum der Küche anpassen könnten. Fenster und Türen können noch verschoben werden. Eigentlich sollte sich jeder Küchenplaner nach so viel Freiheit sehnen.

Doch ihre Reaktion beim Blick auf den Grundriss war: „Oh, da ist ein Fenster, da können wir keine Hochschränke platzieren.“
– „Doch, wir können das Fenster noch verschieben!“
„Nein, da ist ein Fenster.“
– „…“

Außerdem war jeder unserer Wünsche irgendwie doof und störte das harmonische Zusammenspiel der Planung.  

Der große Side-by-Side-Kühlschrank – zu groß.
Eine Bar mit Sitzgelegenheit  – passt nicht.  Ihre Antwort: „Da will jeder eine offene Küche und dann stellt man sie sich freiwillig wieder zu.“

Sie wunderte sich, warum wir uns noch nicht für eine Küchenfront entschieden hatten (das, so dachten wir, sollte eigentlich im Gespräch erarbeitet werden. Wofür gibt es sonst die Berater und die Küchenaustellung?)

Unser Budget? Kein Interesse.

Ein Rundgang durch die (umfangreiche) Ausstellung – Fehlanzeige.


Fazit: 35 Minuten Gespräch, fünf Ausdrucke mit einer dicht zugepackten U-Küche, das war’s. Die helle, offene Küche, die wir uns gewünscht hatten, würden wir mit dieser Beraterin nicht bekommen.

Zusammengefasst: unmotivierte Beraterin macht schlechten Job. Keine Küche von Möbel Rieger – und wahrscheinlich auch keinen Esstisch.

Mehr in Sachen Küchenplanung gibt’s in Kürze

Der Anfang ist gemacht

Jetzt wird es ernst. Das Grundstück im Nürtinger Neubaugebiet ist gekauft und wir können mit den näheren Planungen zu unserer Doppelhaushälfte beginnen.

Nach einigen Terminen mit unserem Bauberater steht nun der Grundriss unseres Traumhauses fest.

Nun hatten wir auch unser erstes technisches Gespräch bei der Firma Fertighaus Weiss in Oberrot. Es begann mit der Festlegung der Lage des Hauses und der Garage. Anschließend ging es um Platz und Öffnungsrichtung der Türen und Fenster. Es wurden noch einige Details bei der Raumaufteilung geklärt. Nach einer kurzen Mittagspause folgte eine erste Bemusterung. Welche Fenster, Rollläden und Fenstersimse wollen wir? Gute Frage…  Welche Form und Farbe und welchen Griff soll die Haustüre bekommen? Die Dachrinne und die Fassadenfarbe wurde festgelegt.
Später durften wir noch über das Dekor der Innentüren entscheiden, Türdrücker, Treppenstufen festlegen, und schauen, welche Fußböden uns gefallen – das war allerdings erstmal unverbindlich.

Unsere bisherigen Erfahrungen mit dieser Baufirma ist durchweg positiv. Bei unserem Bauberater Herrn A. fühlten wir uns gut aufgehoben.

Warum ein Fertighaus?

Vor einem Jahr haben wir diesen Blog gestartet. Und dann lange nichts geschrieben. In der Zwischenzeit haben wir ein Baugrundstück gefunden, eine Finanzierung auf die Beine gestellt und es gekauft. Jetzt sind wir mitten in der Bauplanung. In unserem Blog wollen wir in regelmäßigen Abständen über den Planungs- und Baufortschritt unserer eigenen vier Wände berichten.

Deshalb ganz kurz, was uns dazu bewogen hat, ein Fertighaus zu bauen.

Wir haben lange überlegt, ob wir ein Massiv- oder ein Fertighaus bauen wollen. Die Entscheidung ist zugunsten des Fertighauses gefallen.

Klar ein Häuschen Stein auf Stein zu bauen hat seinen Reiz. Aber nach einigen Besuchen in der Musterhaussiedlung in Fellbach sind wir von einem Fertighaus in Holzständerbauweise überzeugt. Es ist sehr gut gedämmt, es ist frei geplant und es ist sehr viel schneller errichtet als ein Massivhaus.

Natürlich mussten wir uns bei unserer Entscheidung auf die Aussagen der Bauberater, Infobroschüren und das Internet verlassen. Ob wir damit richtig lagen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Es gibt viele Internetseiten, die sich mit dem Thema befassen. Hier ein paar Beispiele:

https://www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/bauen_wohnen/bauen/fertighaus-oder-massivhaus.jsp

http://www.focus.de/immobilien/bauen/tid-25523/pro-und-contra-fertighaeuser-schoener-wohnen-im-retortenhaus-was-fuer-ein-fertighaus-spricht_aid_738885.html

http://www.immonet.de/service/massivhaus-fertighaus.html