Archiv der Kategorie: Küche

Tag 100: Die Küche kommt – und schwedische Möbel

Der Mittwoch war ein echter Großkampftag in Sachen Möbellieferung: Vormittags meldete sich die Spedition unseres Küchenlieferanten und brachte sie vorbei:

Unglaublich, aus wievielen Teilen so eine Küche bestehen kann:

Kurz danach meldete sich die Spedition, die unsere Ikea-Möbel liefern sollte. Das war ebenfalls ein ganzer Haufen Kartons:

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Die mussten wir bis zum Umzug alle aufbauen.

Tag 48: Plötzlich ist der Sockel farbig

Heute morgen bin ich zum Lüften zur Baustelle gefahren – über Pfingsten war ja nicht besonders viel los. Ich hatte die leise Hoffnung, dass die Sanitärabteilung von Weiss vielleicht doch schon heute mit den Arbeiten an Wärmepumpe und Hausanschluss beginnt, damit wir morgen mit dem Trockenprogramm starten können. Es war aber niemand da.

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An dem großen Wasserrand unter der Badewanne, sie steht auf dem Rohfußboden, lässt sich erahnen, welche Spuren die Feuchtigkeit aus dem Estrich  in der Decke zwischen Erdgeschoss und Dachgeschoss hinterlassen haben muss. Nicht umsonst hat es am ersten Tag nach den Estrichleger-Arbeiten aus der Decke getropft. Deshalb wird es jetzt höchste Zeit, die Feuchte aus den Wänden zu heizen.

Morgen geht’s hoffentlich los.

Eine Überraschung erwartete mich heute, als ich nach Feierabend erneut zum Lüften zum Haus kam. Der Sockel war gestrichen und der Splitt wieder feinsäuberlich um die Fassade verteilt:

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Jetzt sieht die Fassade schon viel aufgeräumter aus.

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So sah das Haus vor knapp zwei Monaten aus:

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Da ist schon einiges passiert.

Und wenn ich schon vor der Arbeit nach Feierabend auf die Baustelle fahre, kann ich dort auch gleich meine Mittagspause verbringen – Zumindest, wenn es einen wichtigen Grund gibt: Heute Mittag kamen zwei Monteure der Firma Marquardt, um Aufmaß für unsere Küche zu nehmen.

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Nach dem Aufmaß müssen wird jetzt noch ein paar Kleinigkeiten mit unserem Bauleiter klären. Zum Beispiel ob und wie die Stromkabel für Kochinsel-, Kochfeld- und Abzugshaube Steckdosen (Fachjargon: „Kupplungen“ – wieder was gelernt) bekommen oder ob wir uns selbst darum kümmern müssen. Unter das Küchenfenster sollte noch eine Rigipsplatte kommen, da die Fensterbank – die aus dem gleichen Granit wie unsere Arbeitsplatte ist – sonst nicht richtig eingepasst werden kann.  Außerdem brauchen wir für den Kühlschrank noch ein „Geräteventil“ – also einen Wasserhahn.

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Bisher hängt da nur ein nackter Anschluss („Wandscheibe“), neben den beiden Ventilen (Eckventil für Warmwasser, Kombiventil für Kaltwasser und Spülmaschine.)  Mein Heizung/Sanitär-Wortschatz wächst mit jedem Baustellentag. 🙂

Ich habe unserem Sanitär-Bauleiter schon eine E-Mail geschrieben. Und warte auf Antwort. Aber vielleicht ist er ja morgen auf der Baustelle

Küchenplanung – Teil 2: Es ist eine Insel!

Wir hatten ein zweites Küchen-Gespräch. Bei Marquardt-Küchen in Stuttgart-Bad Cannstatt. Nach dem Reinfall bei unserem ersten Versuch, für unser Haus eine Küche zu finden, waren wir angenehm überrascht – wobei das noch untertrieben ist. Wir hatten (wie bei unserem Termin bei Rieger) vorab telefonisch einen Termin vereinbart. Unsere Beraterin war toll. Sie fragte nach unseren Wünschen (offene, helle  Küche, Side-by-Side Kühlschrank, Induktionskochfeld – mehr war es nicht 🙂 ). Danach führte sie uns durch die Ausstellung, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welcher Küchenstil uns gefällt.

Erst danach machte sie sich ans Werk und kam mit einem Vorschlag, der uns überraschte: Es soll kein U-förmiges Küchenmonstrum werden, wie von der Konkurrenz vorgeschlagen, sondern eine an den Raum angepasste Küchenfront mit Kochinsel.

Die Küche hat matt lackierte Fronten, eine Granitarbeitsplatte,  jede Menge Stauraum und den heiß ersehnten großen Kühlschrank. Alle Geräte sind von Siemens oder Neff. Und das alles ist (das hätten wir echt nicht gedacht) deutlich in unserem Budget.

Die Insellösung ist uns vorher noch gar nicht so recht in den Sinn gekommen… wir dachten immer der Raum sei dafür nicht geeignet. Ach ja: das Küchenfenster wurde von unserer Architektin entsprechend der Küchenplanung verschoben. Ebenso wie die Terrassentür. Genau deshalb haben wir so früh mit der Küchenplanung begonnen.

Noch zwei kleine Anmerkungen:

Bei Marquardt gibt es eine Show-Küche in der ständig die Elektrogeräte vorgeführt werden. Auf denkbar tolle Art und Weise. Für Kunden und Mitarbeiter wird gekocht: Es gibt immer irgend etwas Leckeres. Wir waren zwei Mal dort. Beim ersten Mal gab’s ein Mittagessen, bei unserem zweiten Besuch selbst gebackenen Kuchen. Unserer Meinung nach ein prima Konzept, die eigene Hardware zu präsentieren. Da könnte sich so manches Möbelhaus eine Scheibe von abschneiden.

Außerdem haben wir Planungsunterlagen und ein komplettes Angebot schon beim ersten Termin mitbekommen – praktisch für uns, weil wir uns so schon mal im Netz  über die Küchengeräte informieren konnten, aber auch für unsere Architektin, die ihre Planung anpassen konnte.
Von anderen Anbietern gab es außer ein paar 3D-Grafiken nichts, um damit in die weitere Raumplanung zu gehen.

Bisher: klare Empfehlung für diesen Anbieter.

Küchenplanung – Teil 1

Küchenberatung bei Möbel Rieger: Zero Points.

Es ist schon ein paar Wochen her, aber wir wollen unsere erste Erfahrung in Sachen Küchenplanung trotzdem mal kurz zusammenfassen:

Wir wollten bei Möbel Rieger in Esslingen zunächst ganz spontan einen Termin. Das hat damals nicht geklappt. Also haben wir uns kurzfristig einen Termin geholt und sind voller Erwartungen in die Niederlassung gefahren. Doch schon schnell folgte die Ernüchterung:

Die Beraterin wunderte sich, warum wir schon so früh mit der Küchenplanung anfangen.

Wir sagten ihr,  dass wir in so einer frühen Planungsphase noch sehr flexibel seien, und den Raum der Küche anpassen könnten. Fenster und Türen können noch verschoben werden. Eigentlich sollte sich jeder Küchenplaner nach so viel Freiheit sehnen.

Doch ihre Reaktion beim Blick auf den Grundriss war: „Oh, da ist ein Fenster, da können wir keine Hochschränke platzieren.“
– „Doch, wir können das Fenster noch verschieben!“
„Nein, da ist ein Fenster.“
– „…“

Außerdem war jeder unserer Wünsche irgendwie doof und störte das harmonische Zusammenspiel der Planung.  

Der große Side-by-Side-Kühlschrank – zu groß.
Eine Bar mit Sitzgelegenheit  – passt nicht.  Ihre Antwort: „Da will jeder eine offene Küche und dann stellt man sie sich freiwillig wieder zu.“

Sie wunderte sich, warum wir uns noch nicht für eine Küchenfront entschieden hatten (das, so dachten wir, sollte eigentlich im Gespräch erarbeitet werden. Wofür gibt es sonst die Berater und die Küchenaustellung?)

Unser Budget? Kein Interesse.

Ein Rundgang durch die (umfangreiche) Ausstellung – Fehlanzeige.


Fazit: 35 Minuten Gespräch, fünf Ausdrucke mit einer dicht zugepackten U-Küche, das war’s. Die helle, offene Küche, die wir uns gewünscht hatten, würden wir mit dieser Beraterin nicht bekommen.

Zusammengefasst: unmotivierte Beraterin macht schlechten Job. Keine Küche von Möbel Rieger – und wahrscheinlich auch keinen Esstisch.

Mehr in Sachen Küchenplanung gibt’s in Kürze