Archiv der Kategorie: Estrich

Tag 62: Reparaturen

Tag 3 unserer Fliesenlegerarbeiten. Die Jungs haben heute die letzten Wände gefliest. Außerdem haben sie die Risse im Estrich repariert. Dazu haben sie den Estrich mit einem Winkelschleifer aufgeschnitten und Estrichklammern, sogenannte Wellenverbinder (mein Bauglossar wächst) eingelegt. Danach wurden Riss und Schnitte mit Kunstharz ausgegossen. Das Ergebnis sah dann so aus:

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Wie man auf dem Bild auch erkennen kann haben die Fliesenleger heute auch den Sinkkasten an das Niveaus des fertigen Fußbodens angepasst. Das war eine ziemliche Fummelarbeit. Als ich in der Mittagspause auf der Baustelle vorbeischaute, war einer der Beiden gerade dabei:

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Danach wurde der Boden im Technikraum grundiert:

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Im Laufe des Nachmittags wollten sie ihn außerdem abdichten.

Im Bad ist das Ganze ja schon passiert. Hier und im Gäste WC wurden heute die Wände und die Sockel fertig:

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Morgen geht es an die Badenwanne:

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Morgen kann ich darüber mehr berichten.

Tag 50-54: Risse

Das Heizprogramm in unserem Haus läuft auf Hochtouren. Nach dem Einstieg mit 25 Grad Vorlauftemperatur lag die Wärmepumpe heute bei rund 45 Grad. Im Inneren des Gebäudes herrschen wahrlich tropische Temperaturen. Kein Zuckerschlecken für die Handwerker die drinnen arbeiten müssen. Heute morgen sind die Maler nach einer einwöchigen Auszeit wiedergekommen und haben ihre Arbeit fortgesetzt.

Dem Zementestrich scheint das Aufheizprogramm der Wärmepumpe jedoch nicht so gut zu bekommen. Als wir am Sonntagabend zum Lüften kamen, konnte man feine Spannungsrisse im Estrich von Bad und Hauswirtschaftsraum erkennen.

Im Bad beginnt er direkt an der Badewanne und ist rund  35 Zentimeter lang:

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Eine Etage tiefer sieht man die Risse schon etwas besser. Beide beginnen am Sinkkasten in der Mitte des Raums:

Einer in Richtung Diele zieht sich fast durch die gesamte Estrich-Höhe:

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Der Andere geht vom Sinkkasten zur Wand neben unserem Warmwasserspeicher:

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Die Risse sind sehr fein, aber deutlich erkennbar.

Krasser sehen da die Risse aus, die völlig beabsichtigt sind:

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Hier ist ein Dehnungsfugenprofil angebracht. Dort soll und darf sich der Estrich seinen Platz schaffen.

Ich habe Fotos von den Rissen an unseren Sanitärbauleiter und unseren Bauleiter weitergeleitet.

Der Sanitär-Leiter hat den Bauleiter darum geben, auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Unser Bauleiter will sich die Risse morgen anschauen. Vorsorglich hat er per Mail bereits beschwichtigt. Es handele sich um „minimale Spannungsrisse“, die man „problemlos überfliesen“ könne.

Mal schauen, was wir morgen zu hören bekommen.

Eine Lösung findet der Bauleiter hoffentlich auch für unsere Wohn-/Esszimmertür. Gestern Abend, als wir zum Lüften im Haus waren, hatten die Maler, die bereits ihr Material angeliefert hatten das Fenster gekippt. Aber es ließ sich nicht mehr schließen.

Die Doppelflügeltüre war schon von Anfang an schwer zu schließen, aber gestern ging gar nichts mehr. Die Hitze und die starke Sonneneinstrahlung dürften ihr Übriges dazu beigetragen haben. Die Türe stand fast einen halben Zentimeter über der Nebentür und dem Rahmen, so dass die Beschläge gar nicht mehr ineinander passten.

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Vielleicht wäre es mit roher Gewalt gegangen. Nachdem aber schon der normale Schließversuch zu Kunststoffabrieb und schwarzen Schleifspuren im Rahmen gesorgt hat, habe ich von weiteren Experimenten abgesehen.

Ein weiteres Detail ist noch aufgefallen: Beim Anwerfen der Heizung vergangene Woche ist wohl etwas Wasser daneben gelaufen. Das Ergebnis ist ein Wasserrand direkt vor dem Speicher/Hydraulikteil unserer Wärmepumpe:

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Es sieht nicht schön aus, wird aber hoffentlich keine allzu negativen Auswirkungen haben. Wenn die Risse kein Problem darstellen, wird auch der Fleck nächste Woche hinter Fliesen verschwinden.

Tag 49: Läuft bei uns

Wir haben jetzt Heizung. Heute haben sich die Meister von Fertighaus Weiss auf unserer Baustelle die Klinke in die Hand gegeben. Während am Morgen der Elektro-Bauleiter unsere Wärmepumpe an den Strom angeschlossen hat

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und den Außentemperaturfühler installiert hat,

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kam am frühen Nachmittag der Sanitär-Bauleiter, hat den Rest erledigt und die Anlage in Betrieb genommen.

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Ich war besonders gespannt darauf, wie laut der Verdichter in unserer Wärmepumpe jetzt tatsächlich ist. Umso überraschter war ich, als der Sanitärmeister sagte: So jetzt ist er angesprungen und läuft auf Vollast.

Drinnen hörte man: nichts

Draußen ein leises Surren. Hier ist das Video:

In den letzten zehn Sekunden hat man den reinen Wärmepumpen-Ton. Davor klopfen die Arbeiter auf der Nachbarbaustelle, außerdem musste just als ich filmte erst ein Polizeihubschrauber und dann ein Jet übers Haus fliegen. Dann hört man glaube ich noch ein Auto. Wenn man direkt davor steht ist das Gerät etwas lauter als ein Kühlschrank. Interessanterweise klingt es ein paar Meter entfernt auf dem Gehweg ein bisschen lauter. Aber schon von der Straße aus hört man nichts mehr.

In wenigen Minuten stieg die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe von knapp über 15 Grad Celsius auf über 27 Grad. Jetzt wird die Heizung in den nächsten Tagen Schritt für Schritt hochgefahren bis zu einer Vorlauftemperatur von 45 Grad.  So sollen Estrich und Decke trocken geheizt werden.

Wenn man direkt vor dem Ventilator des Außengeräts steht spürt man wie stark die Wärmpepumpe der Umgebung die Energie entzieht: aus dem Gebläse strömt eiskalte Luft.

Als ich am Abend zum Lüften kam war es im Haus schon ziemlich warm und vor allem feucht – der Dampf steigt buchstäblich aus dem Boden.

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Die Rücklauftemperatur lag bei knapp 25 Grad.

Der Sanitärmeister hat so ganz nebenbei noch einen offenen Punkt abgearbeitet, den die Küchenbauer gestern nachgefragt hatten. Er montierte ein Geräteventil für unseren Kühlschrank.

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Tag 33-37: Betreten (wieder) erlaubt

Heute durften wir zum ersten Mal unser Haus wieder betreten. Am Montag wurde der Estrich verlegt – danach mussten wir fünf Tage warten, bis der Boden soweit ausgehärtet ist, dass wir ihn wieder betreten dürfen. Im Großen und Ganzen ist der Estrich sehr gut gelungen.

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Das Innere wirkt jetzt mit dem insgesamt 13 Zentimeter hohen Bodenaufbau ganz anders. Unter dem rund sechs Zentimeter dicken Estrich liegen weitere sechs bis sieben Zentimeter Dämmung und die Fußbodenheizung.  Damit werden wir in gut zwei Wochen das Trocknungsprogramm für den Estrich starten. Davor muss der Belag ohne fremde Hilfe trocknen

Damit das gelingt und möglichst viel Feuchtigkeit entweichen kann, müssen wir ab sofort zwei Mal täglich auf die Baustelle Fahren und Lüften:

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Als wir heute Vormittag reinkamen, zeigte sich, wie bitter nötig unser Häuschen die frische Luft hatte: Von den Fenstern tropfte Kondenswasser. Nach 15 – 20 Minuten Lüften waren die Fenster zwar immer noch nass, aber als wir am Abend zur zweiten Runde anrückten, war von der Feuchtigkeit schon nichts mehr zu sehen.

Wieviel Wasser der Estrich enthält wurde noch am Montagabend deutlich: Es tropfte vom Obergeschoss durch die Decke.  Die Wassertropfen schlugen einige unschöne „Krater“ in Wohnzimmer und Küche:

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Wir haben das Problem auch schon unserem Bauleiter geschildert. Er meinte am Telefon, dass der Bodenleger diese Dellen später ausgleichen könne. Am Montag will er sich den Estrich selbst anschauen.

Schon einen Tag später hatte das Tropfen übrigens aufgehört. Jetzt gilt es umso mehr, die Feuchtigkeit aus dem Haus zu bekommen. Denn vermutlich sitzt sie vor allem auch in Decke/Fußboden.

Gut gelungen ist die Absenkung des Estrichs an der Stelle, an der künftig unser Ofen stehen soll:

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Hier wurde der Belag um sechs Millimeter abgesetzt, damit hier später auf dem (ebenfalls abgesetzten Parkett) ein Glasplatte eingelassen werden kann.

In der Zwischenzeit haben sich auch die Stadtwerke bei uns gemeldet. Sie wollen am Dienst damit beginnen, den Hausanschluss zu legen. Die Arbeiten sollen einige Tagen dauern, schließlich müssen ein paar Meter von der Straße bis zum Haus aufgegraben werden.

Ob sich die Installateure darüber freuen, dass die Fußboden Hauseinführung jetzt doch eine Randdämmung bekommen hat,

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wird sich allerdings zeigen. Eigentlich sollte sie direkt in den Estrich eingegossen werden. Aber das wird schon klappen. Am Dienstag wissen wir mehr.

Tag 32: Der Estrich

Heute wurde der Estrich gelegt. Unglaublich was für Mengen die Estrichleger – ein Weiss-Subunternehmer – weggeschafft haben.

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Zwei Paletten Anhydrit-Estrich für die Wohn- und Schlafräume und eine Palette Zementestrich für Bad, WC und Technikraum.

Ein Mitarbeiter der Firma hat draußen den Estrich gemischt und die Masse dann mit einer Pumpe ins Gebäude befördert:

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Drinnen haben zwei Estrichleger die Masse dann verteilt und glatt gestrichen:

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Nach knapp vier Stunden waren die sie mit dem ganzen Gebäude durch.

Jetzt dürfen wir die nächsten fünf Tage das Haus nicht mehr betreten, weil der Estrich aushärten muss. Am Wochenende soll er dann soweit getrocknet sein, dass wir zumindest wieder darauf laufen können. Insgesamt muss er sechs Wochen trockenen. Und das scheint auch bitter nötig:

Am Abend konnte man deutlich sehen, dass Wasser aus der Decke tropft.

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Überall im Wohnzimmer und Küche sieht man schwarze Flecken – hier tropft das Wasser aus den Deckenplatten nach unten.

Noch am Abend habe ich deswegen unseren Bauleiter angerufen und nachgefragt. Er versicherte mir, dass das völlig normal sei, weil im Obergeschoss keine Folie unter dem Estrich und der Trittschalldämmung verlegt wurde. Das mache man absichtlich, damit sich in der Holzdecke keine Schwitzwasser bilden kann – dafür könne es eben beim Trocken des Estrichs passieren, dass es tropft. Soweit die Erklärung.

Morgen sollte des Tropfen allerdings aufhören.

Egal wie: Die Feuchtigkeit im Haus dürfte sehr hoch sein – denn die Fenster müssen bis zum Wochenende geschlossen bleiben. Zugluft könnte den Estrich reißen lassen. Das will niemand.

Die Estrichleger haben auch die Fläche unter dem Ofen planmäßig abgesenkt. Weitere Fotos folgen am Wochenende, sobald wir das Haus wieder betreten dürfen.

Nächste Woche wollen die Stadtwerke unseren Hausanschluss legen. Ob sich die Mitarbeiter darüber freuen, dass die Estrichleger einen Teil ihres Abfalls in dem Loch entsorgt haben, in dem unsere Hauseinführung endet? Der Bagger wird’s schon richten 😉

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Wenn das Haus an Wasser und Strom angeschlossen wurde, kann auch das Trockenprogramm der Fußbodenheizung anlaufen.