Archiv der Kategorie: Elektro

Tag 91: Endspurt

Heute war zum letzten Mal richtig was los auf unserer Baustelle: Maler, Elektriker und der Parkettleger waren gleichzeitig am Werk.

Die Maler haben das Treppenhaus fertig gestrichen. Die Elektriker haben die letzten Steckdosen und Schalter montiert.

Zum Beispiel im Bad, wo zunächst die Fliesen angebracht wurden.

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auch der Handtuchheizkörper wurde angeschlossen:

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Die fehlende Sat-Dose wurde montiert und die Netzwerk-Anschlüsse getestet und beschriftet.

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Einer der Elektriker hat außerdem sämtliche Fernsehanschlüsse im Haus getestet – läuft alles.

Von Weiss-Seite sind damit alle Arbeiten beendet.

Der letzte Subunternehmer ist noch bis Mittwoch im Einsatz. Wobei der Begriff „Sub-“ mit Vorsicht zu genießen ist. Der Weiss-Parkettlieferant ist die Firma Franzparkett aus Rot am See.  Das Unternehmen stellt das Parkett selbst her und wirbt auch damit, dass es niemand anderen an seine Hölzer ran lässt: „Ihr Parkett wird im süddeutschen Raum ausschließlich durch unsere eigenen Fachkräfte verlegt, die bei uns fest angestellt sind.“

Deshalb ist auch bei uns ein Mitarbeiter der Firma im Einsatz.

Wir bekommen für Wohn- Esszimmer und Küche geölte Eiche-Landhausdielen. Der Parkettleger wird heute und morgen den Boden verlegen und das Holz danach nochmal mit Öl einlassen.

So sieht das Zwischenergebnis von Montagabend aus:

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Ich freue mich schon richtig auf das Endergebnis.

Nach der nassen Überraschung vom Wochenende wollte ich am Montagabend  nachschauen, ob alles wieder abgetrocknet ist. Dabei ist mir etwas Überraschendes aufgefallen:

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Irgendjemand hat sich heute an der Erdung zu schaffen gemacht, und das ganze dann nicht wieder zusammengebaut. Der Bauleiter ist informiert. Morgen soll es jemand richten – hoffentlich gibt es bis dahin keinen Kurzschluss im Haus :-/

Morgen kommt nochmal jemand von der Weiss-Sanitärabteilung und soll die Rinne an der Wasserbatterie reparieren. Dann war es das aber endgültig.

Wir werden am Wochenende nochmal weiterputzen – dann soll das Haus am 11. Juli übergeben werden. Nach 98 Tagen Bauzeit.

Tag 82-90: Durchblick

In einer Woche soll unser Haus bezugsfertig sein – so lautet zumindest der Plan. Lediglich die Malerarbeiten haben sich bisher um ein paar Tage verzögert. Weil die Maler den Platz im Wohnzimmer für ihren Tapeziertisch und ihr als Abstellraum für ihr Material brauchten ( einen Keller haben wir nicht und die Garage ist noch nicht geliefert) wurde der Bodenleger, der eigentlich schon vergangene Woche das Parkett legen sollte wieder abbestellt. Er soll jetzt am Montag mit seiner Arbeit beginnen. Das ist dann im Wesentlichen auch das letzte Gewerk, das noch komplett aussteht. Es bleiben nur noch einige Kleinigkeiten:

Die Maler haben Ende der Woche bereits den Großteil der Steckdosen und Lichtschalter montiert:

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Am Montag wollen die Weiss-Elektriker nochmal kommen. Dann werden sie die Gegensprechanlage und noch eine fehlende Sat-Dose und einen Dimmer einbauen. Außerdem fehlen in Bad und WC die Lichtschalter und Steckdosen noch komplett – sie müssen montiert werden.

Die Maler haben letzte Woche außerdem die Lücke an unserer Treppe geschlossen.

So sah es vor einer Woche aus:

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So aktuell:

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Das Klebeband täuscht ein bisschen: damit wurde nur das Holz abgeklebt. Die Maler haben die Wand etwas aufgebaut und sie bündig mit der Treppe verspachtelt und tapeziert. Jetzt muss nur noch gestrichen werden.

Am Sonntag sind wir zum ersten Putzeinsatz angetreten:

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Wir haben alle Fenster und das Bad geputzt und das Obergeschoss einmal durchgesaugt. Unten haben wir den Dreck erstmal liegen lassen. Hier wird ja nächste Woche noch gearbeitet. Das Stockwerk ist dran, wenn die Handwerker abgerückt sind. Die Fenster im DG glänzen jetzt – dort haben wir den vollen Durchblick 😉

Allerdings sind uns beim Putzen an der Außenseite ein paar Farbspritzer und Kleberreste aufgefallen, die gar nicht, oder nur schwer zu entfernen waren. Vielleicht weiß unsere Baufirma, wie man die weg bekommt.

Durch unsere Putzaktion sind wir allerdings auf einen kleinen aber folgenreichen Mangel aufmerksam geworden. Weil wir mit warmem Wasser putzen wollten hatte ich unsere Wärmepumpe vom „Bereitschaftsbetrieb“ in den „Warmwasserbetrieb“ umgeschaltet. Dann heizt die Anlage nur das Wasser auf, nicht aber die Fußbodenheizung.

Es hat prima funktioniert. Etwa 20 Minuten nach dem Anspringen der Wärmepumpe hatten wir warmes Wasser zum Putzen. Als wir fertig waren und unten schon wieder unsere Sachen zusammenpacken wollten hörten wir ein lautes Tropfgeräusch in der Diele.

Erst dachten wir es kommt von der Heizung oder vielleicht von draußen. Dann war aber schnell klar, dass das Tropfen von unserer Wasserbatterie neben dem Eingang kommt.

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Die rechte der drei Leitungen speist den Warmwasserkreislauf unseres Hauses.  Daran sitzt ein Überlauf – Es ist das weiße Rohr rechts daneben. Auf dem älteren Bild kann man es erkennen:

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Wenn sich das Wasser beim Aufheizen ausdehnt, kann über den Überlauf der Druck reguliert werden. Das hat auch prima funktioniert.

Was nicht funktioniert hat ist  die Rinne, die dieses Wasser auffangen sollte: Statt in den Abfluss rann das Wasser unterhalb des Ablaufs heraus und tropfte von dort auf den Boden.

Wir hatten zum Glück genug Tücher und Putzlappen dabei um die Pfütze in unserem Technik-Schrank schnell aufzuwischen.

Die Ursache war schnell entdeckt: Die gesamte Konstruktion muss irgendwie nicht richtig zusammengebaut sein – jedenfalls klafft zwischen Rinne und Abfluss eine deutlich sichtbare Lücke:

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Jetzt biegen wir dann endgültig in die Zielgerade ein.

Am Montag kommt der Parkettleger.  Ab Donnerstag sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein – dann steht nur noch die Abnahme an.

Und die ersten Möbel sollen schon Ende der Woche geliefert werden.

 

Tag 61: Mehr Fliesen – weniger Thermostate

Die Fliesenleger haben heute fast alle Wände gefliest:

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Auch unsere Duschwände sind jetzt praktisch komplett gefliest:

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Es fehlt noch die Nische, und der Boden.

Am Abend hatte ich einen Termin mit den Elektrikern. Das Gebäude hängt jetzt ganz offiziell am Stromnetz. Die Zähler sind montiert:

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Auch das Kabelwirrwarr im Technikraum wurde in den vergangenen beiden Tagen ordentlich sortiert und angeschlossen:

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So sah es davor aus:

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Einer der Elektriker ist zusammen mit mir durch das gesamte Gebäude gegangen. Wir haben sämtliche Lichtschalter und Lampen ausprobiert

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und sind Raum für Raum die Installationsliste durchgegangen und haben abgehakt, ob das Installierte auch mit der Planung übereinstimmt. Die Technik, die Fertighaus Weiss eingebaut hat ist von deutschen Herstellern wie Jung, Hager und Eltako. Die Netzwerk-Technik ist von Telegärtner und die Satelliten-Empfänger und Verteiler sind von Triax.

Es hat soweit alles gestimmt. Nur in der Küche ist uns ein Malheur aufgefallen: Der Raumthermostat fehlte – er steht auf der Liste, er ist im Plan eingezeichnet, aber weder den Handwerkern noch mir ist aufgefallen, dass das Ding nie eingebaut wurde.

Die Elektriker haben die Heizkreise unserer offenen Küche einfach über den Thermostat im Wohn- und Esszimmer geregelt.

Wir haben diesen Mangel im Abnahme-Protokoll vermerkt. Jetzt wollen die Elektriker klären, ob die jetzige Regelung so bleiben kann oder ob sie die Wand nochmal aufmachen müssen, um den Thermostat nachträglich einzubauen.

Alles in allem sind wir mit der Arbeit der Elektriker sehr zufrieden. Was mit dem Thermostat passiert, wird man noch sehen.

Tag 60: Fliesen

Nach dem langen Wochenende legten heute die Fliesenleger los. Es hatte in der vergangenen Woche ja Unstimmigkeiten mit unserem Bauleiter wegen der Risse im Estrich gegeben.

Dass es in Sachen Kommunikation auch anders geht, bewies der Fliesenleger – ein Subunternehmer der Firma Weiss. Irgendwann am Freitag Vormittag klingelte mein Handy. Er war dran und schlug vor, dass ich mich am Montag mit seinen beiden Mitarbeitern treffen sollte, damit wir vor Ort alles durchsprechen kann.

Während des Telefonats  erzählte ich ihm von den Rissen und er sagte, dass er ohnehin noch Material zur Baustelle  bringen müsse. Da könne er sie sich selbst anschauen. In der Zwischenzeit hat sich noch ein Vierter Riss gebildet. Wir vereinbarten kurzfristig einen Termin am Nachmittag und trafen uns vor Ort. Es war schnell klar: alle Risse sollten repariert werden, weil man sonst riskiert, dass sie sich später auf die Fliesen übertragen.  Soviel zu: „kann problemlos überfliest werden.“

Die beiden Mitarbeiter unseres Fliesenlegers haben sich heute vormittag nochmal alles angeschaut. Hier zeigte sich mal wieder der Vorteil eines Fertighauses, weil sich in den Trockenbau-Wänden Dinge recht kurzfristig ändern lassen: Im Gäste-WC sollen die Fliesen bis in 1,50 Meter rundum an die Wand. Genau auf dieser Höhe hing aber bis heute Vormittag der Thermostat der Fußbodenheizung. Ein kurzes Gespräch mit einem der beiden Weiss-Elektriker und am Nachmittag hing das Gerät zehn Zentimeter Höher. Das alte Loch in der Wand war sauber verschlossen.

Die Fliesenleger fingen derweil an, im Bad die Wände in der Dusche und um die Badewanne abzudichten:

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Im ganzen Haus stapeln sich die Fliesen und das Material der Fliesenleger:

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Bis zum Ende der Woche wollen sie mit ihrer Arbeit fertig sein. Dann gibt es natürlich wieder Fotos.

Bereits morgen wollen die Elektriker fertig sein. Am Abend wollen sie ihre Anlage übergeben. Bis dahin soll das Haus auch vom Baustrom abgehängt sein.

Morgen kann ich darüber mehr berichten.

 

Tag 55 und 56: Hochspannung

Gestern waren die Maler wieder voll im Einsatz, unsere Wände sind beinahe komplett verspachtelt und somit fast bereit zum tapezieren.

Außerdem kamen gestern Abend die Elektriker von Fertighaus Weiss, um mit der Elektro-Endmontage zu beginnen.

Als wir heute morgen auf der Baustelle vorbeischauten, verabschiedeten sich die Maler gerade ins lange Wochenende. Eine kleine Hiobsbotschaft hatten sie parat: sie werden in der kommenden Woche wohl erneut auf einer anderen Baustelle eingesetzt. Deshalb verzögern sich die Malerarbeiten bei uns ein bisschen. Das dürfte die Elektriker und den Fliesenleger, der sich für nächste Woche angekündigt hat, wohl kaum stören.

Die Elektriker haben damit begonnen, die Steckdosen und Lichtschalter zu montieren;

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Da sehen die Wände gleich viel aufgeräumter aus. Außerdem haben sie die Thermostate montiert:

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Im Technikraum haben sie damit begonnen, die Leitungen anzuschließen.

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Deshalb haben sie auch kurz die Wärmepumpe abgeklemmt. Weil die Stadtwerke noch nicht da waren, um die Stromzähler zu setzen, läuft die Heizung noch über Baustrom.  Der wird jetzt allerdings über den Verteilerkasten im Haus eingespeist und dann über den offiziellen Wärmpepumenschluss geleitet.

Eigentlich sollten die Maler noch eine Rigipsplatte auf dem Fenstersims in der Küche anbringen – für die Fensterbank unseres Küchenbauers ist die von Weiss geplante Lücke etwas zu groß. Ich hatte das mit unserem Bauleiter besprochen.

Unsere Baustelle läuft ja bisher richtig gut. Nur Gespräche mit unserem Bauleiter erweisen sich leider oft als Informations-Sackgasse. Der direkte Kontakt mit den Handwerkern vor Ort und den Leitern der jeweiligen Fachabteilungen ist da wesentlich erfolgreicher. Hier reicht ein kurzes Gespräch oder eine Mail und es läuft.

Über die Risse im Estrich habe ich schon berichtet  Unser Bauleiter war am Dienstag auf der Baustelle, weil er sich die Risse und die Tür ansehen sollte. Und weil er sich um die Rigipsplatte am Fenster kümmern wollte.  Für mehr als für einen kurzen Blick auf die Risse hat es leider nicht gereicht  – „keine Zeit“.

Schon fast amüsant war, als ich heute morgen versucht habe ihn anzurufen. Ich wollte den Stand der Dinge erfragen, weil er sich (wie immer) nach dem Besuch auf der Baustelle nicht gemeldet hatte.

Ich habe ihn schon mehrmals vorgeschlagen, dass man sich vermeintliche Mängel gemeinsam anschaut oder Fragen vor Ort klärt. So spart man sich die Telefoniererei und die E-Mails. Mein Arbeitsplatz liegt keine fünf Minuten von der Baustelle entfernt und ich könnte jederzeit kurz rausfahren und mich mit ihm treffen. Das hat in den vergangenen drei Monaten ein einziges Mal geklappt und das nur, weil ich fast 40 Minuten auf der Baustelle gewartet habe.

Deshalb also mein obligatorischer Anruf am Tag danach: Es klingelte, niemand ging ran. Soweit kein Problem.  Ein paar Minuten später kam der Rückruf. Wir haben uns kurz über die Risse unterhalten und er wollte mir klar machen, dass die Risse über Dehnungsfugen völlig normal seien. Mir geht es mehr um die Spannungsrisse, die in meinen Augen repariert werden sollten. Sie sind  zwar klein, aber wenn dort erstmal gefliest wurde, und der Estrich anfängt zu arbeiten, könnten die Risse sich auf den Bodenbelag übertragen.  Das würde ich gerne verhindern.

Seine Antwort: Der Fliesenleger soll sich die Risse anschauen und dann entscheiden. Er müsse schließlich die Gewährleistung übernehmen.

Als dann von meiner Seite Nachfragen kamen wegen der Türe und dem Fenstersims musste er ganz schnell Schluss machen, weil er mitten in einer Hausübergabe war.

Ich habe ja ein gewisses Verständnis: Der Mann betreut nicht nur unsere Baustelle, sondern vermutlich noch einige andere. Und andere Bauherren haben ebenfalls ihre Sorgen und Nöte –  da kann man schon mal in Stress geraten. Aber mitten in einer Hausübergabe einen anderen Kunden anzurufen wirkt dann schon arg verplant. Zumindest auf denjenigen am anderen Ende der Leitung.

Etliche Dinge haben, wenn man nachgehakt hat, funktioniert. Und insgesamt laufen die Bauarbeiten an unserem Haus bislang prima. Was mich aber ärgert, ist, dass unser Bauleiter die Zuständigkeit immer wieder von sich weist und bei uns ablädt.

Aber wie gesagt: mit den Handwerkern vor Ort ist eigentlich immer ein kompetenter Ansprechpartner auf der Baustelle.