Archiv der Kategorie: Baustelle

Tag 79: Schritt für Schritt

In der vergangenen Woche hat einer der beiden Weiss-Maler fleißig gestrichen. Bis Freitag war das gesamte Obergeschoss weiß. Unten sind Gäste-WC und Technikraum gestrichen – zumindest da wo nicht mehr gearbeitet werden muss.

Diese Woche haben die Maler Pause – dafür bewegt sich der Innenausbau unseres Hauses mit großen Schritten in Richtung Zielgerade:

Denn heute kam ein Schreiner-Team unseres Hausherstellers. Die drei Jungs haben heute mächtig Gas gegeben: Kurz bevor sie unsere Bautreppe herausgerissen haben wurde einer der drei Schreiner ins Dachgeschoss abgestellt mit einigen Packungen Laminat und einer Kreissäge. Das Ergebnis am späten Nachmittag:

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Der Fußboden in sämtlichen DG-Räumen war fertig verlegt.

Als wir gegen 18 Uhr auf die Baustelle kamen, war auch die Treppe begehbar. Damit hatten seine beiden anderen Kollegen am Vormittag begonnen:

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Das war echte Maßarbeit.

Am Abend sah die Treppe dann so aus:

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Warum die Stufe im Geländer ist kann ich mir nicht erklären. Aber vor Ort ist mir das gar nicht aufgefallen. Erst auf den Fotos wurde es deutlich.

Die Schreiner haben außerdem am Abend schon die Türrahmen montiert:

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Und den Schrank für unsere Hausanschluss-Nische vorbereitet:

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Die drei meinten, sie würden bis Freitag brauchen, um sämtliche Schreinerarbeiten im Haus zu erledigen. Dann müsste irgendwann auch der Parkettleger kommen. Wir waren bisher immer davon ausgegangen, dass das auch die Firma Weiss macht. Es ist aber wohl ein externer Unternehmer aus dem Nachbarort des Unternehmens.

Tag 70: Das Bad ist fertig

Heute morgen ist ein Sanitär-Montagetrupp von Fertighaus Weiss zur „Sanitär-Endmontage“ angerückt. Wir sollte uns gegen Mittag mit ihnen treffen um ein paar Kleinigkeiten festzulegen; Positionen von Klopapierrollen-Haltern, Handtuchhaken, die Höhe der Spiegel, Brausekopfhalterungen etc. mussten festgelegt werden – so viele Entscheidungen, die zu unumkehrbaren Löchern in unseren Fliesen führen.

Weil aber vormittags um 11 Uhr erst ein WC und das Waschbecken im Bad montiert war, vertagten wir das Treffen kurzerhand auf 14 Uhr. Dafür waren wir dann zu dritt und legten fix alle Positionen fest.

Bis zum Abend waren alle Sanitärobjekte dann fertig montiert. Sieht doch ganz nett aus:


Muss nur noch mal alles richtig geputzt werden. Außerdem fehlen noch überall die Silikon-/Acrylfugen. Die machen, wie uns gesagt wurde, aber die Schreiner.

Bei meinem Vormittagsbesuch gab mir einer der Monteur aber die Einweisung ins unsere Haustechnik. Nachdem ich vergangene Woche schon beim Sicherungskasten ein bisschen überfordert ob der ganzen Schutzschalter und Relais war es beim Wasser etwas einfacher. Druckminderer, Wasserfilter und die Hauptventile sind praktisch selbsterklärend.

Etwas schwieriger wird es, wenn wir mal Wasser in unseren Heizkreislauf nachfüllen müssen. Hier muss ein Schlauch von unserem Waschmaschinenanschluss   zur Heizung verlegt werden.

Aber: Der Schlauch gehört NICHT zum Leistungsumfang der Firma Weiss. Dafür aber die Schlauchhalterung.

Das muss man nicht verstehen.

Wir werden jetzt wohl einen vier Meter langen Schlauch mit passendem  Anschlussstück besorgen müssen. Allzu oft wird man das hoffentlich nicht machen müssen.

Die freiliegenden Heizungs- und -Wasserleitungen wurden heute noch fertig isoliert.

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Am Abend – der dritte Besuch auf der Baustelle – hatten wir ein Treffen mit einem Gärtner. Der Bekannte von uns hat eine grobe Kostenberechnung für unseren Gartenbau gemacht.

Tag 65 bis 69: Gefliest und tapeziert

Die Fliesenleger haben doch ein bisschen länger gebraucht als sie selbst dachten: Am vergangenen Mittwoch waren Bad. Gäste-WC, Diele und Technikraum komplett gefliest.

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Im Bad wurden die Vormauerungen in weiß mit dunklen Oberseiten gefliest:

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auch rund um die Badewanne wurden die dunklen Bodenfliesen verwendet:

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Am Mittwoch haben die Fliesenleger nur noch die Zwischenräume verfugt dann durfte ich mit ihnen durch die Räume gehen und das Ganze abnehmen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Wandfliesen im Gäste-WC an einer Kante ganz leicht gesplittert sind. Ganz ehrlich: man muss schon sehr genau hinschauen, um das zu entdecken. Aber an dieser Stelle wurden die Fliesen vor einer weißen PVC-Abschlussleiste gekürzt und sind praktisch alle am Ende ab der Oberfläche leicht angesplittert. Aber eben nur da. Ich bin danach nochmal alle Schnittkanten abgegangen. Mit der Nase auf den Fliesen – aber an keiner anderen Stelle tritt dieses Phänomen auf.

Es stört nicht wirklich, man muss sehr genau hinschauen – deshalb habe das Übergabeprotokoll unterschrieben und habe handschriftlich eingetragen, welchen Mangel ich wo entdeckt habe.

So richtig fertig sind die Fliesenleger leider immer noch nicht: die letzten Sockelfliesen können erst montiert werden, wenn die Türen drin sind. Insbesondere die Schiebetür, für die vermutlich während des Einbaus ein Stück der Wand  entfernt werden muss.

Treppe und Türen sollten laut unserem Plan eigentlich in der nächsten Woche kommen. Der Bauleiter hat den Malern aber wohl mitgeteilt, dass sie jetzt doch eine Woche später geliefert werden. Wir haben das natürlich nicht direkt von ihm erfahren.

Die Maler haben diese Woche auch schon langsam zum Endspurt angesetzt. Im Obergeschoss sind sämtliche Räume tapeziert. Im Erdgeschoss haben sie mit der Küche angefangen.

Wenn die Treppe montiert wurde, können sie dann auch das Treppenhaus fertig machen.

Die Tapeten sind noch nicht gestrichen – aber allein das Weiß des Papiers lässt das ganze Haus heller wirken.

Am Freitag vormittag hat unser Sanitär-Bauleiter angerufen. Nächste Woche kommen unsere Sanitär-Monteure wieder. Sie wollen die letzten unisolierten Heizungsrohre verkleiden und die Endmontage von Bad und WC angehen.

Tag 63 und 64: Fliesen fast fertig

Nachdem alle Risse  im Estrich geflickt wurden, haben die Fliesenleger sich am Donnerstag und Freitag nochmal ans Werk gemacht und fast alles fertig gefliest. Das Ergebnis kann sich bisher sehen lassen.

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Die Badewanne wurde mit den dunklen Bodenfliesen versehen:

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Auch die Dusche ist jetzt fertig:

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Das ist unsere Wandnische in der Dusche:

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Die Wände in Bad und WC sind komplett fertig. Am Montag werden die Fliesenleger vermutlich anfangen, zu Verfugen. Danach könnte theoretisch auch die Sanitärleute von Weiss wieder anrücken und die Sanitärobjekte montieren. Ab Montag haben sich auch die Maler wieder angekündigt.

In der Zwischenzeit ist auch des Estrich-Trockenprogramm unserer Heizung beendet worden. Jetzt herrschen im Haus wieder eträgliche Temperaturen. Laut der Verbrauchsanzeige des Geräts hat die Wärmepumpe dafür in den vergangenen drei Wochen satte 598 kWh-Strom verbraucht. Dafür hat sie aber auch den Vorlauf für die Fußbodenheizung bis auf gut 45 Grad aufgeheizt – das wird in Zukunft hoffentlich nicht mehr nötig sein.

Tag 62: Reparaturen

Tag 3 unserer Fliesenlegerarbeiten. Die Jungs haben heute die letzten Wände gefliest. Außerdem haben sie die Risse im Estrich repariert. Dazu haben sie den Estrich mit einem Winkelschleifer aufgeschnitten und Estrichklammern, sogenannte Wellenverbinder (mein Bauglossar wächst) eingelegt. Danach wurden Riss und Schnitte mit Kunstharz ausgegossen. Das Ergebnis sah dann so aus:

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Wie man auf dem Bild auch erkennen kann haben die Fliesenleger heute auch den Sinkkasten an das Niveaus des fertigen Fußbodens angepasst. Das war eine ziemliche Fummelarbeit. Als ich in der Mittagspause auf der Baustelle vorbeischaute, war einer der Beiden gerade dabei:

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Danach wurde der Boden im Technikraum grundiert:

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Im Laufe des Nachmittags wollten sie ihn außerdem abdichten.

Im Bad ist das Ganze ja schon passiert. Hier und im Gäste WC wurden heute die Wände und die Sockel fertig:

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Morgen geht es an die Badenwanne:

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Morgen kann ich darüber mehr berichten.

Tag 61: Mehr Fliesen – weniger Thermostate

Die Fliesenleger haben heute fast alle Wände gefliest:

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Auch unsere Duschwände sind jetzt praktisch komplett gefliest:

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Es fehlt noch die Nische, und der Boden.

Am Abend hatte ich einen Termin mit den Elektrikern. Das Gebäude hängt jetzt ganz offiziell am Stromnetz. Die Zähler sind montiert:

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Auch das Kabelwirrwarr im Technikraum wurde in den vergangenen beiden Tagen ordentlich sortiert und angeschlossen:

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So sah es davor aus:

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Einer der Elektriker ist zusammen mit mir durch das gesamte Gebäude gegangen. Wir haben sämtliche Lichtschalter und Lampen ausprobiert

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und sind Raum für Raum die Installationsliste durchgegangen und haben abgehakt, ob das Installierte auch mit der Planung übereinstimmt. Die Technik, die Fertighaus Weiss eingebaut hat ist von deutschen Herstellern wie Jung, Hager und Eltako. Die Netzwerk-Technik ist von Telegärtner und die Satelliten-Empfänger und Verteiler sind von Triax.

Es hat soweit alles gestimmt. Nur in der Küche ist uns ein Malheur aufgefallen: Der Raumthermostat fehlte – er steht auf der Liste, er ist im Plan eingezeichnet, aber weder den Handwerkern noch mir ist aufgefallen, dass das Ding nie eingebaut wurde.

Die Elektriker haben die Heizkreise unserer offenen Küche einfach über den Thermostat im Wohn- und Esszimmer geregelt.

Wir haben diesen Mangel im Abnahme-Protokoll vermerkt. Jetzt wollen die Elektriker klären, ob die jetzige Regelung so bleiben kann oder ob sie die Wand nochmal aufmachen müssen, um den Thermostat nachträglich einzubauen.

Alles in allem sind wir mit der Arbeit der Elektriker sehr zufrieden. Was mit dem Thermostat passiert, wird man noch sehen.

Tag 60: Fliesen

Nach dem langen Wochenende legten heute die Fliesenleger los. Es hatte in der vergangenen Woche ja Unstimmigkeiten mit unserem Bauleiter wegen der Risse im Estrich gegeben.

Dass es in Sachen Kommunikation auch anders geht, bewies der Fliesenleger – ein Subunternehmer der Firma Weiss. Irgendwann am Freitag Vormittag klingelte mein Handy. Er war dran und schlug vor, dass ich mich am Montag mit seinen beiden Mitarbeitern treffen sollte, damit wir vor Ort alles durchsprechen kann.

Während des Telefonats  erzählte ich ihm von den Rissen und er sagte, dass er ohnehin noch Material zur Baustelle  bringen müsse. Da könne er sie sich selbst anschauen. In der Zwischenzeit hat sich noch ein Vierter Riss gebildet. Wir vereinbarten kurzfristig einen Termin am Nachmittag und trafen uns vor Ort. Es war schnell klar: alle Risse sollten repariert werden, weil man sonst riskiert, dass sie sich später auf die Fliesen übertragen.  Soviel zu: „kann problemlos überfliest werden.“

Die beiden Mitarbeiter unseres Fliesenlegers haben sich heute vormittag nochmal alles angeschaut. Hier zeigte sich mal wieder der Vorteil eines Fertighauses, weil sich in den Trockenbau-Wänden Dinge recht kurzfristig ändern lassen: Im Gäste-WC sollen die Fliesen bis in 1,50 Meter rundum an die Wand. Genau auf dieser Höhe hing aber bis heute Vormittag der Thermostat der Fußbodenheizung. Ein kurzes Gespräch mit einem der beiden Weiss-Elektriker und am Nachmittag hing das Gerät zehn Zentimeter Höher. Das alte Loch in der Wand war sauber verschlossen.

Die Fliesenleger fingen derweil an, im Bad die Wände in der Dusche und um die Badewanne abzudichten:

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Im ganzen Haus stapeln sich die Fliesen und das Material der Fliesenleger:

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Bis zum Ende der Woche wollen sie mit ihrer Arbeit fertig sein. Dann gibt es natürlich wieder Fotos.

Bereits morgen wollen die Elektriker fertig sein. Am Abend wollen sie ihre Anlage übergeben. Bis dahin soll das Haus auch vom Baustrom abgehängt sein.

Morgen kann ich darüber mehr berichten.

 

Tag 55 und 56: Hochspannung

Gestern waren die Maler wieder voll im Einsatz, unsere Wände sind beinahe komplett verspachtelt und somit fast bereit zum tapezieren.

Außerdem kamen gestern Abend die Elektriker von Fertighaus Weiss, um mit der Elektro-Endmontage zu beginnen.

Als wir heute morgen auf der Baustelle vorbeischauten, verabschiedeten sich die Maler gerade ins lange Wochenende. Eine kleine Hiobsbotschaft hatten sie parat: sie werden in der kommenden Woche wohl erneut auf einer anderen Baustelle eingesetzt. Deshalb verzögern sich die Malerarbeiten bei uns ein bisschen. Das dürfte die Elektriker und den Fliesenleger, der sich für nächste Woche angekündigt hat, wohl kaum stören.

Die Elektriker haben damit begonnen, die Steckdosen und Lichtschalter zu montieren;

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Da sehen die Wände gleich viel aufgeräumter aus. Außerdem haben sie die Thermostate montiert:

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Im Technikraum haben sie damit begonnen, die Leitungen anzuschließen.

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Deshalb haben sie auch kurz die Wärmepumpe abgeklemmt. Weil die Stadtwerke noch nicht da waren, um die Stromzähler zu setzen, läuft die Heizung noch über Baustrom.  Der wird jetzt allerdings über den Verteilerkasten im Haus eingespeist und dann über den offiziellen Wärmpepumenschluss geleitet.

Eigentlich sollten die Maler noch eine Rigipsplatte auf dem Fenstersims in der Küche anbringen – für die Fensterbank unseres Küchenbauers ist die von Weiss geplante Lücke etwas zu groß. Ich hatte das mit unserem Bauleiter besprochen.

Unsere Baustelle läuft ja bisher richtig gut. Nur Gespräche mit unserem Bauleiter erweisen sich leider oft als Informations-Sackgasse. Der direkte Kontakt mit den Handwerkern vor Ort und den Leitern der jeweiligen Fachabteilungen ist da wesentlich erfolgreicher. Hier reicht ein kurzes Gespräch oder eine Mail und es läuft.

Über die Risse im Estrich habe ich schon berichtet  Unser Bauleiter war am Dienstag auf der Baustelle, weil er sich die Risse und die Tür ansehen sollte. Und weil er sich um die Rigipsplatte am Fenster kümmern wollte.  Für mehr als für einen kurzen Blick auf die Risse hat es leider nicht gereicht  – „keine Zeit“.

Schon fast amüsant war, als ich heute morgen versucht habe ihn anzurufen. Ich wollte den Stand der Dinge erfragen, weil er sich (wie immer) nach dem Besuch auf der Baustelle nicht gemeldet hatte.

Ich habe ihn schon mehrmals vorgeschlagen, dass man sich vermeintliche Mängel gemeinsam anschaut oder Fragen vor Ort klärt. So spart man sich die Telefoniererei und die E-Mails. Mein Arbeitsplatz liegt keine fünf Minuten von der Baustelle entfernt und ich könnte jederzeit kurz rausfahren und mich mit ihm treffen. Das hat in den vergangenen drei Monaten ein einziges Mal geklappt und das nur, weil ich fast 40 Minuten auf der Baustelle gewartet habe.

Deshalb also mein obligatorischer Anruf am Tag danach: Es klingelte, niemand ging ran. Soweit kein Problem.  Ein paar Minuten später kam der Rückruf. Wir haben uns kurz über die Risse unterhalten und er wollte mir klar machen, dass die Risse über Dehnungsfugen völlig normal seien. Mir geht es mehr um die Spannungsrisse, die in meinen Augen repariert werden sollten. Sie sind  zwar klein, aber wenn dort erstmal gefliest wurde, und der Estrich anfängt zu arbeiten, könnten die Risse sich auf den Bodenbelag übertragen.  Das würde ich gerne verhindern.

Seine Antwort: Der Fliesenleger soll sich die Risse anschauen und dann entscheiden. Er müsse schließlich die Gewährleistung übernehmen.

Als dann von meiner Seite Nachfragen kamen wegen der Türe und dem Fenstersims musste er ganz schnell Schluss machen, weil er mitten in einer Hausübergabe war.

Ich habe ja ein gewisses Verständnis: Der Mann betreut nicht nur unsere Baustelle, sondern vermutlich noch einige andere. Und andere Bauherren haben ebenfalls ihre Sorgen und Nöte –  da kann man schon mal in Stress geraten. Aber mitten in einer Hausübergabe einen anderen Kunden anzurufen wirkt dann schon arg verplant. Zumindest auf denjenigen am anderen Ende der Leitung.

Etliche Dinge haben, wenn man nachgehakt hat, funktioniert. Und insgesamt laufen die Bauarbeiten an unserem Haus bislang prima. Was mich aber ärgert, ist, dass unser Bauleiter die Zuständigkeit immer wieder von sich weist und bei uns ablädt.

Aber wie gesagt: mit den Handwerkern vor Ort ist eigentlich immer ein kompetenter Ansprechpartner auf der Baustelle.

Tag 50-54: Risse

Das Heizprogramm in unserem Haus läuft auf Hochtouren. Nach dem Einstieg mit 25 Grad Vorlauftemperatur lag die Wärmepumpe heute bei rund 45 Grad. Im Inneren des Gebäudes herrschen wahrlich tropische Temperaturen. Kein Zuckerschlecken für die Handwerker die drinnen arbeiten müssen. Heute morgen sind die Maler nach einer einwöchigen Auszeit wiedergekommen und haben ihre Arbeit fortgesetzt.

Dem Zementestrich scheint das Aufheizprogramm der Wärmepumpe jedoch nicht so gut zu bekommen. Als wir am Sonntagabend zum Lüften kamen, konnte man feine Spannungsrisse im Estrich von Bad und Hauswirtschaftsraum erkennen.

Im Bad beginnt er direkt an der Badewanne und ist rund  35 Zentimeter lang:

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Eine Etage tiefer sieht man die Risse schon etwas besser. Beide beginnen am Sinkkasten in der Mitte des Raums:

Einer in Richtung Diele zieht sich fast durch die gesamte Estrich-Höhe:

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Der Andere geht vom Sinkkasten zur Wand neben unserem Warmwasserspeicher:

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Die Risse sind sehr fein, aber deutlich erkennbar.

Krasser sehen da die Risse aus, die völlig beabsichtigt sind:

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Hier ist ein Dehnungsfugenprofil angebracht. Dort soll und darf sich der Estrich seinen Platz schaffen.

Ich habe Fotos von den Rissen an unseren Sanitärbauleiter und unseren Bauleiter weitergeleitet.

Der Sanitär-Leiter hat den Bauleiter darum geben, auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Unser Bauleiter will sich die Risse morgen anschauen. Vorsorglich hat er per Mail bereits beschwichtigt. Es handele sich um „minimale Spannungsrisse“, die man „problemlos überfliesen“ könne.

Mal schauen, was wir morgen zu hören bekommen.

Eine Lösung findet der Bauleiter hoffentlich auch für unsere Wohn-/Esszimmertür. Gestern Abend, als wir zum Lüften im Haus waren, hatten die Maler, die bereits ihr Material angeliefert hatten das Fenster gekippt. Aber es ließ sich nicht mehr schließen.

Die Doppelflügeltüre war schon von Anfang an schwer zu schließen, aber gestern ging gar nichts mehr. Die Hitze und die starke Sonneneinstrahlung dürften ihr Übriges dazu beigetragen haben. Die Türe stand fast einen halben Zentimeter über der Nebentür und dem Rahmen, so dass die Beschläge gar nicht mehr ineinander passten.

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Vielleicht wäre es mit roher Gewalt gegangen. Nachdem aber schon der normale Schließversuch zu Kunststoffabrieb und schwarzen Schleifspuren im Rahmen gesorgt hat, habe ich von weiteren Experimenten abgesehen.

Ein weiteres Detail ist noch aufgefallen: Beim Anwerfen der Heizung vergangene Woche ist wohl etwas Wasser daneben gelaufen. Das Ergebnis ist ein Wasserrand direkt vor dem Speicher/Hydraulikteil unserer Wärmepumpe:

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Es sieht nicht schön aus, wird aber hoffentlich keine allzu negativen Auswirkungen haben. Wenn die Risse kein Problem darstellen, wird auch der Fleck nächste Woche hinter Fliesen verschwinden.

Tag 48: Plötzlich ist der Sockel farbig

Heute morgen bin ich zum Lüften zur Baustelle gefahren – über Pfingsten war ja nicht besonders viel los. Ich hatte die leise Hoffnung, dass die Sanitärabteilung von Weiss vielleicht doch schon heute mit den Arbeiten an Wärmepumpe und Hausanschluss beginnt, damit wir morgen mit dem Trockenprogramm starten können. Es war aber niemand da.

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An dem großen Wasserrand unter der Badewanne, sie steht auf dem Rohfußboden, lässt sich erahnen, welche Spuren die Feuchtigkeit aus dem Estrich  in der Decke zwischen Erdgeschoss und Dachgeschoss hinterlassen haben muss. Nicht umsonst hat es am ersten Tag nach den Estrichleger-Arbeiten aus der Decke getropft. Deshalb wird es jetzt höchste Zeit, die Feuchte aus den Wänden zu heizen.

Morgen geht’s hoffentlich los.

Eine Überraschung erwartete mich heute, als ich nach Feierabend erneut zum Lüften zum Haus kam. Der Sockel war gestrichen und der Splitt wieder feinsäuberlich um die Fassade verteilt:

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Jetzt sieht die Fassade schon viel aufgeräumter aus.

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So sah das Haus vor knapp zwei Monaten aus:

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Da ist schon einiges passiert.

Und wenn ich schon vor der Arbeit nach Feierabend auf die Baustelle fahre, kann ich dort auch gleich meine Mittagspause verbringen – Zumindest, wenn es einen wichtigen Grund gibt: Heute Mittag kamen zwei Monteure der Firma Marquardt, um Aufmaß für unsere Küche zu nehmen.

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Nach dem Aufmaß müssen wird jetzt noch ein paar Kleinigkeiten mit unserem Bauleiter klären. Zum Beispiel ob und wie die Stromkabel für Kochinsel-, Kochfeld- und Abzugshaube Steckdosen (Fachjargon: „Kupplungen“ – wieder was gelernt) bekommen oder ob wir uns selbst darum kümmern müssen. Unter das Küchenfenster sollte noch eine Rigipsplatte kommen, da die Fensterbank – die aus dem gleichen Granit wie unsere Arbeitsplatte ist – sonst nicht richtig eingepasst werden kann.  Außerdem brauchen wir für den Kühlschrank noch ein „Geräteventil“ – also einen Wasserhahn.

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Bisher hängt da nur ein nackter Anschluss („Wandscheibe“), neben den beiden Ventilen (Eckventil für Warmwasser, Kombiventil für Kaltwasser und Spülmaschine.)  Mein Heizung/Sanitär-Wortschatz wächst mit jedem Baustellentag. 🙂

Ich habe unserem Sanitär-Bauleiter schon eine E-Mail geschrieben. Und warte auf Antwort. Aber vielleicht ist er ja morgen auf der Baustelle