Tag 15: Unser Dach wird grün

Heute herrschte einmal mehr Hochbetrieb auf unserer Baustelle. Wir hatten am Morgen einen Termin mit unserem Ofenbauer. Er kam zum Ausmessen unserers Ofenstandplatzes. Wir wollen unter dem Ofen eine Glasplatte in den Boden einlassen. Die Frage ist jetzt, welche Form die Platte haben soll. Ursprünglich war eine Kreisförmige geplant. Da der Ofen aber im spitzen Winkel unseres nicht ganz symmetrischen Hauses stehen soll, haben wir uns dafür entschieden doch die ganze Nische mit einer eckigen Platte zu füllen.

Während wir mit dem Ofenbauer die Details durchsprachen, rückten fast zeitgleich die Gipser und Dachdecker an. Beide Firmen sind Subunternehmer. Die Gipser brachten die fehlenden Teile der Fassadendämmung an, die Dachdecker brachten die Dachbegrünung. Bereits vor Ostern hatten sie das Dach mit Bitumen und Wurzelschutz abgedichtet. Heute kam eine weitere Schutzfolie, Vliesbahnen und das Pflanzsubstrat obendrauf.

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Gleichzeitig machten sich die Bauflaschner von Fertighaus Weiss daran, die Bleche entlang der Dachvorsprünge anzubringen:

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Fertig sieht das dann so aus:

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Allerdings hatten die Dachdecker ein kleines Problem. Ihr Dachbegrünungslieferant hatte das Pflanzsubstrat zum Firmenstandort im Remstal geliefert, statt zur Baustelle nach Nürtingen, also haben die Handwerker ihren Materialnachschub immer wieder von dort holen müssen. Sie sind trotzdem recht weit gekommen und auf den ersten Blick sieht alles sehr akurat aus. Ein Kiesstreifen säumt den Rand und die Dachauslässe, sowie unsere Sat-Antenne

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Der Mix selbst sieht recht grobkörnig aus, aber bald sprießen hier schon die ersten Pflanzen.

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Drinnen ging der Innenausbau weiter. Im Dachgeschoss sind die Zimmerleute heute fertig geworden. Im Erdgeschoss soll es morgen soweit sein.

Ein paar Probleme bereitet uns allerdings der Mauerkasten für unsere Dunstabzugshaube. Wir planen, die Abluft aus der Küche ins Freie zu leiten. Erst heute haben wir gesehen mit welchem Gerät: der Mauerkasten ist ein einfaches Kunststoffrohr mit so einer Art Rückstauklappe im Inneren. Das Ding ist allerdings so spröde und zerbrechlich, dass die Aufhängung beim ersten Einbauversuch zerbrochen ist. Bei zwei Millimeter-dünnen Zapfen verwundert das nicht. Das Abluft-Gitter, dass an unsere Fassade montiert werden soll, ist ebenfalls indiskutabel. Es ist aus einfachem, weißen Kunststoff und genau so spröde wie die Klappe im Inneren.  Ein weitere Defekt ist unsere Auffassung nach so gut wie vorprogammiert. Vielleicht sollte man für so ein Bauteil, dass bei uns  wirklich jeden Tag in Gebrauch ist nicht Kunststoffteile  im Wert von ein paar Euro verbauen.

Ich habe mich in dieser Sache an unseren Bauleiter gewandt. Aber von ihm kam der Hinweis, dass man nur diese eine Art von Durchführung verarbeite, und dass er morgen ein neues Teil auf die Baustelle bringen werde. Die weitere Lösung des Problems delegierte er an uns: Vielleicht, so sein Vorschlag, habe unser Küchenbauer eine Lösung.

Fest steht nur: Das Plastik-Ding kommt nicht an unsere Fassade.

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