Baustelle Tag 12: Unser Haus ist da!

Heute kam endlich unser Haus. Die Weiss-Mitarbeiter haben richtig Gas gegeben und von 7 bis 19 Uhr den Rohbau aufgestellt. Drinnen hatten die Elektriker bis zum Abend schon etliche Hundert der rund 1,4 Kilometer Kabel gezogen, die für unser Haus eingeplant sind. Morgen geht der Innenausbau weiter, außerdem kommen die Dachdecker.

Von heute habe ich einen kleinen Zeitraffer-Film gemacht:

Der Tag war richtig spannend:  Ergibt das, was Bauberater, Architektin und wir zu Papier gebracht haben ein wohnliches Haus? Schließlich ist unsere Grundrissform alles andere als gewöhnlich. Aber mit jeder Wand wurden wir uns sicherer: Es sind schöne, große Zimmer geworden, ein Treppenhaus, das viel größer wirkt als es ist. Eine geräumige Diele. Und auch die Erhöhung des Kniestocks im Dachgeschoss hat dem Gebäude gut getan.

Für unsere Tochter war der Bau ebenfalls ein Riesenspaß: extramatschige Erdhügel, Gerüste, schmale Bautreppen. Sie war kaum wieder wegzubekommen von der Baustelle.

Unsere Baustelle hat auch einige Zuschauer in ihren Bann gezogen und man kam immer wieder mit Passanten oder Nachbarn ins Gespräch. Zwei Straßen weiter hat ein anderes Paar gebaut – ebenfalls ein Fertighaus.

So, der Worte sind genug geschrieben. Ich werde jetzt nur noch Fotos hochladen.

5 Gedanken zu „Baustelle Tag 12: Unser Haus ist da!“

  1. Toller Blog! Gestern zufällig entdeckt da wir ebenfalls überlegen mit Weiss zu bauen.

    Ich hab schon gesucht, aber nichts gefunden – gibts einen Eintrag auf eurem Blog in dem ihr erklärt warum ihr mit Weiss baut?

    Was hat euch an Weiss überzeugt?

    Würde mich freuen etwas darüber zu lesen 🙂

    Danke schön und weiter so mit allem hier.

    1. Hallo Basti, vielen Dank für das Lob.
      Du hast völlig Recht – warum wir uns für Weiß entschieden haben, kommt wirklich etwas zu kurz.
      Wir waren in der Musterhaus-Ausstellung in Fellbach und haben uns dort einige Anbieter angeschaut. In der engeren Wahl waren Rensch-Haus, Fertighaus Weiss, außerdem hatten wir uns bei Meisterstück und Haas- Haus beraten lassen. Die waren aber relativ schnell aus dem Rennen. Gleichzeitig haben wir uns aber auch ein Angebot von einem Massivbauer – Town&Country – geholt. Mit denen hatte kurz zuvor eine Bekannte gebaut. Angebot und Preis-Leistung von T&C haben uns aber nicht überzeugt, außerdem hätte in unser Baufenster kein Haus von der Stange gepasst.
      Blieben noch Rensch-Haus und Weiss, von beiden haben wir uns ein Haus planen lassen. Und hier kamen jetzt mehrere Faktoren zusammen: Bei Rensch wollte uns der Berater sehr stark seine Vorstellung eines Traumhauses aufdrücken. Bei Weiss hatten wir ein sehr angenehmes Beratungsgespräch bei dem wir einfach mal unsere Vorstellungen einbringen konnten.
      Zum positiven Eindruck der Beratung kam dann die Mund-zu-Mund-Propaganda: Als wir von unseren Weiss-Plänen erzählten, stellte sich heraus, dass sowohl ein Arbeitskollege meines Schwagers als auch eine Bankerin, die uns in Sachen Baufinanzierung beraten hatte (wir haben uns trotzdem für eine andere Bank entschieden), mit Weiss gebaut hatten und sehr zufrieden sind.
      Wir bekamen von Weiss auch eine Liste mit Kunden in unserer Umgebung. Referenzen um die Ecke sozusagen.
      Bei einem zweiten Beratungstermin im Werk in Oberrot lernten wir dann unfreiwillig auch noch die Geschäftsführerin kennen. Sie hat unsere Tochter verarztet, nachdem sie auf dem Firmenspielplatz von der Rutsche gefallen war. Sowas ist eben Chefsache 😉
      Alles war irgendwie familiär und trotzdem professionell. Diese Einschätzungen hat sich jetzt auch während der Bauphase bestätigt, Wenn’s Fragen oder Probleme gab, war eigentlich immer ein Ansprechpartner zur Hand. Nur mit unserem Bauleiter sind wir nicht so glücklich.
      Noch ein Detail gefällt uns: Fast alle Gewerke wurden direkt von Mitarbeitern der Firma Weiss übernommen. Lediglich die Gipserarbeiten, die Dachdeckerarbeiten (Gründach – Spezialfirma) und die Fliesenlegerarbeiten wurden an Subunternehmer vergeben. Wobei auch aus der Ecke von Schwäbisch-Hall kamen. Der Fliesenleger kam aus Münsingen. Hier sagten mir aber die Weiss-Mitarbeiter, dass je nach Auftragslage und -ort auch öfter auf Subunternehmer zurückgegriffen werde.
      Das nicht immer alles rund läuft gehört zum Bauen wohl dazu, darüber habe ich aber auch hier gebloggt. Aber alles in allem sind wir bislang sehr zufrieden.

  2. Hallo Philip,
    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar hierzu 🙂

    Wir sind mit Hanse Haus, Schwörer und eben Weiss Haus in Kontakt, wobei derzeit Weiss Haus die Nase vorn hat.

    Warum? Z.B. Gleicher Punkt wie bei euch – die Aufnahme der Wünsche zusammen mit dem Architekten verlief sehr sehr angenehm. Man hat einfach gemerkt, dass hier auch ein richtiger Fachmann am Werk ist, nicht nur ein Bauberater der sich wiederum mit seinem Architekten absprechen muss.
    Nichts wurde uns aufgedrückt, er hat sich als „Wunsch-Erfüller“ zu unserem Traumhaus verstanden, hat uns aber schon bei der Aufnahme unserer Vorstellungen auf versch. Dinge hingewiesen und sehr gut beraten. Zudem war es bisher der einzigste Berater der auch mal das Grundstück sehen wollte. Allein das war ein großer Pluspunkt für Weiss.
    Wir haben das Gefühl hier jemanden gefunden zu haben, speziell auch unseren Ansprechpartner und Architekten, der zu uns passt und sich größte Mühe gibt passend zum Grundstück und Budget das Optimale rauszuholen. Wir sind jedenfalls gespannt auf den ersten Plan und Angebot.

    Was Rensch angeht, so muss ich ziemlich schmunzeln. Waren ebenfalls in Fellbach bei Rensch und wurden hier ziemlich tot gequatscht. Der Berater hat im Grunde nichts über Rensch erzählt, dafür sich selbst gelobt. Ein richtiges Beratungsgespräch wollten wir danach gar nicht mehr haben. Könnte mir vorstellen, dass es der Gleiche wie bei euch war 😉

    Das mit der Referenzen-Liste in eurer Nähe hört sich gut an, denke uns werden sie sowas auch aushändigen wenn wir fragen. Allgemein kommt uns Weiss recht offen und vertrauenswürdig vor und was du da schreibst bekräftigt das Ganze nochmals.

    Weiss wirbt ganz speziell „Alles aus einer Hand“ und uns wurde auch gesagt, dass für alles am Haus eigene Bautrupps verfügbar wären. Finde es nicht schlimm, wenn Sub-Unternehmen kommen, allerdings darf ich dann so massiv nicht damit werben meiner Meinung nach. So lange alles läuft passt es ja 😉

    Wenn wir euren Blog so lesen geht ja doch auch einiges, wenn auch manchmal nur Kleinigkeiten, schief. Aber wie du schreibst, das ist beim Bauen wohl so und man muss sich abschminken, dass alles zu 100%ig funktioniert. Ich glaube damit müssen wir erst noch klar kommen und kann oder ist wohl bei jeder Fertighaus Firma ähnlich. Letztlich muss man wohl auch Glück haben wer auf die Baustelle kommt und einen guten oder schlechten Tag erwischt hat.

    Das mit dem Bauleiter könnte wohl wirklich optimaler laufen, allerdings haben wir Gleiches auch von Leuten gehört die mit Schwörer gebaut haben. Der ist wiederum gant selten präsent gewesen. Das scheint wahrscheinlich „normal“ zu sein.

    Noch 2 Fragen:
    – Ist euer Berater / Architekt damals mit eurem Budget hingekommen oder lag er womöglich einige Tausend drüber?
    – Thema Bemusterungszentrum: Musstet ihr Dinge raus nehmen da es nichts passendes bei Weiss gab? Wurdet ihr mit dem Standard glücklich oder musstet aufbemustern?

    1. Hallo Basti,
      bei uns war der Weiss-Berater auch der einzige, der sich das Grundstück angeschaut hat. Das hatte ich bei meiner letzten Antwort vergessen.
      Es war auch die einzige Firma, die in Sachen Aushub von realistischen Preisen ausging. Bei einem Anbieter war von 5000 Euro Aushubkosten für die Bodenplatte die Rede – das Dreifache wird bei uns vermutlich nicht reichen. Hier hat Weiss von vornherein mit offenen Karten gespielt.
      Zu den Subunternehmern: Es gibt Dinge, die Weiss nicht selbst macht. Dazu gehört das gesamte Thema Fliesen – die Bemusterung haben wir bei einem Fliesenhändler im Nachbarort der Firma gemacht. Und der Fliesenleger kam wie gesagt, aus Münsingen.
      Dass bei unser der Dachdecker ein Subunternehmer war liegt wohl an unserer Dachform: Bei uns schreibt der Bebauungsplan Pultdächer mit Dachbegrünung vor. Deshalb kam auch hier ein Fachbetrieb für das Abdichten und die Begrünung. Beim „Standard“ (Satteldach mit Ziegeln) übernehmen das vermutlich die eigenen Zimmerleute.
      Dass die Gipser nicht von Weiss selbst kamen wurde mit der kompletten Auslastung der eigenen Leute begründet.
      Ansonsten kamen zu uns wirklich nur Weiss-Mitarbeiter: Zimmerleute, Elektriker, Sanitärinstallatuere, Maler, Schreiner und auch die Maurer/Betonbauer der Bodenplatte – kommen alle entweder aus Oberrot eingependelt oder übernachten vor Ort in Hotels. Es gibt aber wohl auch Ausnahmen von dieser Regel.

      Unser Planer ist mit unserem Budget gut zurecht gekommen, auch mit unserem Baufenster, das nicht so ganz konventionell ist.
      Wir hatten auch relativ früh damit angefangen, die Küche zu planen, um dann schon mit einem groben Küchenplan in die Hausplanung gehen zu können. Auch das hat prima geklappt.
      Das Bemusterungszentrum bei Weiss ist überschaubar, der Standard aber eigentlich sehr gut. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, irgendwelche Billigware angedreht zu bekommen.

      Jetzt kommt der zweite Teil der Budget-Antwort:
      Der Preis für das Haus an sich war eine ziemliche Punktlandung. Wir haben dann trotzdem noch die Garage, die eigentlich im Angebot enthalten war herausgenommen, weil der Hersteller hier in Nürtingen ist und wir direkten Kontakt zum Unternehmen aufgenommen haben.
      Wenn man nicht aufpasst, kann die Sanitär- und Elektrobemusterung jedoch relativ schnell das Budget sprengen.
      Bei der Elektro-Ausstattung hat Weiss, wie ich finde, im Standard zu wenig Steckdosen eingeplant. Aber das ist natürlich auch sehr individuell unterschiedlich. Hier haben wir die Zahl nahezu verdoppelt.
      Zum Beispiel sieht der Standard im Wohnzimmer 1 Lichtschalter und 6 Steckdosen vor. Wir haben jetzt 10 Steckdosen und drei Lichtschalter eingeplant. Insgesamt wären im Standard, wenn ich mich nicht verzählt habe 33 Steckdosen. Jeder Bauherr muss selbst wissen, ob ihm das reicht. Das steht aber auch alles in der Bau- und Ausstattungsbeschreibung von Weiss. Die müsstet ihr eigentlich haben.
      Vor dem Elektro-Bemusterungsgespräch sollte man sich aber unbedingt überlegen, wo man welchen Schalter und wieviele Steckdosen haben möchte. Und man sollte das Budget im Auge behalten: von Einbaustrahlern in Küche und Wohnzimmer haben wir uns aus Kostengründen schnell verabschiedet. Dafür haben wir uns Dimmer für die Wohn- und Schlafräume geleistet.
      Bei den Sanitärobjekten haben wir einen Mix aus Standard und Extras. Nachdem wir bei Reisser – das ist der Sanitär-Bemusterungspartner von Weiss – in der Ausstellung waren, haben wir uns für eine langes Waschbecken statt zwei Einzelbecken entschieden. Die WCs und die Wanne sind Dafür Standard. Regendusche und Bidet sind ebenfalls ein Extra. Aber wenn man solche Details gleich beim Bauberater äußert, kann er es schon ins Angebot mit aufnehmen. So war es zum Beispiel mit unserem Wunsch nach einer bodengleichen Dusche.
      Der Rest des Hauses ist praktisch Standard: Die Fußböden inkl. Fliesen, die Türen, die Treppe, Außenputz und Tapeten, Fenster, Regenrinne und und und. Nur bei den Rollläden haben wir uns für Aluminium-Modelle entscheiden. Der Standard ist Kunststoff, aber das ist eher Geschmackssache. Auch bei den Fenstersimsen hat man drei Standard-Varianten inkl. Marmor zur Auswahl und noch einige Extra-Varianten.
      Was ich gut fand: Man bekommt relativ zeitnah nach einer Bemusterung eine ausführliche Auflistung zugeschickt. So behält man die Kosten im Blick und kann eventuell Posten streichen oder ändern.

      Wir hatten bei Rensch definitiv denselben Berater 😉

  3. Hallo Philip,

    erst einmal DANKE, dass du wieder so ausführlich geantwortet hast. Ihr habt im Moment sicher genug zu tun mit eurem Bau und die Zeit ist knapp. Freu mich daher umso mehr, dass ich so viel Infos von dir bekomme.

    Das hört sich auf jeden Fall alles soweit ganz gut an was du da erzählst und macht Vorfreude auf unseren kommenden Termin direkt bei Weiss wenn wir unser konkretes Angebot und Pläne bekommen wie auch die Chance haben mal durch das Werk geführt zu werden und das Bemusterungszentrum anzuschauen. Da wird sich dann auch entscheiden ob wir mit Standard zurecht kommen oder nicht. Sind sehr gespannt!

    Was die Rolläden angeht wundert mich, dass ihr für alu aufzahlen musstet, denn in der aktuellen Leitungsbeschreibung stehen die Alu-Rolläden als Standard drin. Womöglich wurde das tatsächlich für 2016 geändert.

    Was die Elektroausstattung, speziell Steckdosen, angeht haben wir auch schon gesehen, dass Weiss hier doch ziemlich sparsam umgeht – Schwörer hat fast das Doppelte an Steckdosen im Standard. Wir glauben, dass das auch der größte Kostenfaktor sein wird inkl. der Deckenstrahler die wir unbedingt haben wollen.

    Die Garage überlegen wir uns derzeit auch selbst zu besorgen, aber das kommt nun wirklich drauf an wie das Angebot aussieht. Wir haben derzeit keine Ahnung wie doch das ausfallen könnte und kennen bisher nur Schätzungen des Architekten. Aber man macht sich natürlich bereits jetzt seine Gedanken wo man einsparen könnte, gerade mit Eigenleistungen. So sind wir derzeit schon so weit, dass wir teilweise evtl. die Böden selbst verlegen wollen.

    Schauen wir mal – ich werde sicher nochmal berichten oder ne Rückfrage an dich haben 😉 Bis dahin verfolgen wir gespannt euren Blog weiter! 🙂

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