Tag 116: Die Garage

Am Mittwoch kam endlich unsere Garage.  Nach dem Hin- und Her im Vorfeld ging es dann schließlich ganz schnell. Eine Woche nachdem die Fundamente gegossen wurden, kamen zwei Mitarbeiter der Firma Ott und haben das gute Stück angeliefert. Weit hatten sie es nicht – wir wohnen nur 1,5 Kilometer vom Werk des Unternehmens entfern. Und auch das Aufstellen dauerte nur knapp eine Stunde. Zunächst legten die Mitarbieter Kunststoff-Pads auf die Fundamentsockel:

Garage-1

Danach wurde die genaue Lage nochmal eingemessen, damit die Garage auch planmäßig – und vor allem gerade – steht:

Garage-2

Im Handumdrehen wurde dann die Garage mit dem Spezial-LKW in Position gebracht,

Garage-3

Garage-4

Garage-5

Garage-6

Es wurde noch kurz nachjustiert und das war’s dann auch schon. Garage in Position. Nur für den Stromanschluss müssen wir noch sorgen.

Garage-7

Garage-8

Tag 109: Fundamente

Heute kamen die Fundamente für unsere Garage – endlich, oder besser: überraschenderweise.

Wir hatten unsere Garage ja schon im November bestellt. Damals hatten wir unserem Verkäufer gesagt, dass wir sie Anfang bis Mitte Juli benötigen. Wir haben keinen Keller, deshalb ist die Garage neben unserem Abstellraum und der Fläche unter der Treppe die einzige Möglichkeit, Dinge zu lagern.

Deshalb haben wir uns auch akribisch an die Empfehlungen unseres Verkäufers gehalten:  Wir haben rechtzeitig die Freigabe zur Lieferung erteilt – nämlich am 1. Mai. Die Lieferzeit beträgt 7 bis 10 Wochen, wurde uns gesagt. Wir haben pünktlich die Anzahlung geleistet. (Immerhin 80% des Kaufpreises!) Und dann haben wir gewartet, und gewartet, und gewartet. Und natürlich ab und zu nachgefragt, wann unsere Garage denn komme.

Dann kam in der Woche vor unserem Umzug die Hiobsbotschaft: Der Bauleiter der Firma Ott – bei ihr haben wir die Garage bestellt, teilte mir beim Ortstermin vor unserem Haus mit, dass die Fundamente voraussichtlich in vier Wochen gesetzt werden. Der Grund sei ein erkrankter Baggerfahrer.

Das wollte ich so nicht akzeptieren und habe nochmal bei unserem Verkäufer nachgehakt. Der teilte mir mit, dass die Garage für die erste Augustwoche in der Produktion eingeplant sei – Lieferung frühesten KW 33. Das wäre über einen Monat nach unserem geplanten (und benötigten) Liefertermin.

Ich machte ihm am Telefon nochmal klar, dass wir die Garage vor allem auch als Abstellfläche für unsere Fahrräder und Zubehör benötigten und auch keinen Keller haben, in dem wir diese Fahrzeuge zwischenlagern könnten. Doch das änderte nichts, obwohl er beteuerte, dass er Verständnis für unsere Lage habe.

Deshalb habe ich mich per E-Mail an einen der Geschäftsführer des Unternehmens gewandt und ihm unsere Situation geschildert.

Offenbar mit erfolg. Gestern kam der Anruf, dass heute unsere Fundamente kämen. Heute kam ein Bautrupp der Firma und Ott und schaffte Fakten:

20160720_205043

20160720_205048

Schön, dass es so kurzfristig geklappt hat, schade, dass man erst nachhaken muss, bis es passiert.

Jetzt warten wir gespannt darauf, wann die Garage kommt.

Tag 105: Eingezogen

Habe ich wirklich seit 14 Tagen nichts geschrieben? Wir sind umgezogen. In den vergangenen zwei Wochen ging es buchstäblich rund bei uns: Ich hatte mit seit Donnerstag vergangener Woche Urlaub genommen und wir haben fleißig Kisten gepackt, Möbel abgebaut und und und und. Vor zwei Wochen kam unser Esstisch, den wir gleich im Esszimmer aufgebaut haben.

Am Samstag stand dann unser Umzug auf dem Programm: Mit einem gemieteten Sprinter und fünf fleißigen Helfern haben wir die Teile unserer Wohnung, die wir mitnehmen wollten drei Stockwerke heruntergetragen und in unsere neuen vier Wände gebracht. Bei sommerlichen Temperaturen eine echt schweißtreibende Arbeit.

Aber unsere Helfer waren alle umzugserfahren – sie sind entweder in den vergangenen Jahren selbst umgezogen, oder hatten schon bei zahlreichen Umzügen geholfen. So konnte die Sache schnell vonstatten gehen. Nach gut fünf Stunden waren nicht nur sämtliche Möbel und Kisten von A nach B gebracht, sondern auch die ersten Einrichtungsgegenstände wieder zusammengebaut, So stand unser Bett, die Schränke unserer Tochter, das Sofa und die Bücherregale schon alle an ihren Plätzen. So dass wir zusammen mit der ganzen Truppe unseren Esstisch mit Pizza-Service-Pizza und kühlen Getränken einweihen konnten.

20160716_165951

Jetzt müssen wir noch den letzten Rest aus unserer alten Wohnung ausräumen.

Tag 101: Küchenaufbau

Einen Tag nach der Küchenlieferung folgte die Küchenmontage. Dazu kam ein zweiköpfiges Team der Firma Marquardt und machte sich dran, unsere Kochinsel und alles drumherum aufzubauen.

20160714_110847

Annika und ich hatten schon am Tag zuvor damit begonnen unsere Ikea-Möbel zusammen zu schrauben. Annika baute das Kinderzimmer. Und ich versuchte mich an einigen Pax-Schränken und am neuen Bett unserer Tochter

20160713_174221

20160713_180631

20160713_180645

20160713_184300

20160713_201106

Zwei schweißtreibende Arbeitstage später sah das alles schon ganz brauchbar aus:

20160713_215416

20160714_173432

Die Küchenbauer waren da deutlich schneller: nach gut acht Stunden stand unsere Küche:

20160714_173758

Sie ist echt toll geworden.

 

Tag 100: Die Küche kommt – und schwedische Möbel

Der Mittwoch war ein echter Großkampftag in Sachen Möbellieferung: Vormittags meldete sich die Spedition unseres Küchenlieferanten und brachte sie vorbei:

Unglaublich, aus wievielen Teilen so eine Küche bestehen kann:

Kurz danach meldete sich die Spedition, die unsere Ikea-Möbel liefern sollte. Das war ebenfalls ein ganzer Haufen Kartons:

20160713_131457

Die mussten wir bis zum Umzug alle aufbauen.

Tag 98: Übergabe

Nach unserer Großputz-Aktion vom Wochenende stand am Montag die Abnahme und Übergabe auf dem Programm.

Wir hatten bereits bei unserer privaten Vorab-Besichtigung alle Macken und Mängel mit bunten Post-It-Papierklebern versehen. Unser Bauleiter war deshalb vorgewarnt, als er unser Haus betrat.

Die Abnahme verlief sehr harmonisch, da haben wir von Bekannten schon ganz andere Geschichten gehört.

Wir sind Raum für Raum und Punkt für Punkt durchgegangen, unser Bauleiter hat alles protokolliert. Die Malerarbeiten haben wir zu einem Punkt zusammengefasst. Alle anderen Mängel hat er anstandslos ins Protokoll aufgenommen.

In den kommenden Wochen werden jetzt die Handwerker wieder anrücken und die offenen Punkte abarbeiten.

20160711_160450

Am Ende des Rundgangs gab es dann die Hausschlüssel – wir sind jetzt offiziell Hausbesitzer. Irgendwie kann man es noch gar nicht fassen.

Nach der Übergabe haben wir dann noch unseren Esstisch aufgebaut. Der war schon in der Woche zuvor geliefert worden – mitsamt Stühlen und Sitzbank

20160708_113100

Das Ding ist ziemlich schwer – allein die Tischplatte wiegt laut Verpackung 37 Kilo.

Trotzdem haben wir es geschafft, das Ding zu zweit ins Wohnzimmer zu verfrachten und dort aufzubauen:

20160711_183108

Die restlichen Möbel kommen kurz vor dem Umzug.

 

Tag 97: Großreinschiff

Am Wochenende vor unserer Übergabe stand vor allem eines auf dem Programm: putzen

Bis auf das Parkett – das durften wir nicht putzen – machten wir uns daran unsere noch Baustelle – und fast Eigenheim auf Hochglanz zu polieren. Wischen, saugen, schrubben  – bis das Haus für die Abnahme bereit war.

Danach gingen wir von unten bis oben durchs das Gebäude und listeten auf, was Fertighaus Weiss noch richten muss. Am Sonntag trafen wir uns noch mit Annikas Bruder und Schwägerin – beide bauerfahren – um detailliert die Mängelliste durchzugehen.  Und damit nochmal ein „neutraler“ Blick auf das Projekt geworfen wird.

Wir haben uns bewusst gegen einen Gutachter entschieden. Erstens: wir waren täglich vor Ort und konnten so offene Fragen schnell klären.  Zweitens: Alle Mitarbeiter der Baufirma waren immer bereit Auskünfte zu erteilen, und haben Dinge, die uns nicht gepasst haben schnell und unkompliziert nach unseren Vorstellungen geändert. Seien es Positionen von Steckdosen, Lampen, Wasseranschlüssen, oder Extrawünsche wie das Leerrohr für unseren Glasfaseranschluss oder andere Kleinigkeiten.  Und drittens: Unsere Mängelliste umfasste auch ohne Gutachter rund 60 Punkte. Wobei wenig gravierende Dinge dabei waren. Das meiste waren Macken in Wänden und Türen.

Schwerwiegendere Punkte waren diverse Einschlüsse in drei Fenstern. Dafür kann unsere Baufirma allerdings nichts – das ist ein Fertigungsfehler des Glasherstellers.

Wir haben außerdem noch die beschädigte Dämmung am Frostschirm, diverse Macken in den Fliesen und Fugen, sowie Farbspritzer an Fensterrahmen und auf unserer Holztreppe moniert. Wen unsere Mängelliste interessiert, dem kann ich sie gerne zukommen lassen.

Update: Heute (20. Juli 2016) haben sich die Maler gemeldet, sie wollen am kommenden Montag vorbei kommen und die Macken, sowie die Farbspritzer entfernen.

Tag 91: Endspurt

Heute war zum letzten Mal richtig was los auf unserer Baustelle: Maler, Elektriker und der Parkettleger waren gleichzeitig am Werk.

Die Maler haben das Treppenhaus fertig gestrichen. Die Elektriker haben die letzten Steckdosen und Schalter montiert.

Zum Beispiel im Bad, wo zunächst die Fliesen angebracht wurden.

20160704_183933

auch der Handtuchheizkörper wurde angeschlossen:

20160704_183949

Die fehlende Sat-Dose wurde montiert und die Netzwerk-Anschlüsse getestet und beschriftet.

20160704_184033

Einer der Elektriker hat außerdem sämtliche Fernsehanschlüsse im Haus getestet – läuft alles.

Von Weiss-Seite sind damit alle Arbeiten beendet.

Der letzte Subunternehmer ist noch bis Mittwoch im Einsatz. Wobei der Begriff „Sub-“ mit Vorsicht zu genießen ist. Der Weiss-Parkettlieferant ist die Firma Franzparkett aus Rot am See.  Das Unternehmen stellt das Parkett selbst her und wirbt auch damit, dass es niemand anderen an seine Hölzer ran lässt: „Ihr Parkett wird im süddeutschen Raum ausschließlich durch unsere eigenen Fachkräfte verlegt, die bei uns fest angestellt sind.“

Deshalb ist auch bei uns ein Mitarbeiter der Firma im Einsatz.

Wir bekommen für Wohn- Esszimmer und Küche geölte Eiche-Landhausdielen. Der Parkettleger wird heute und morgen den Boden verlegen und das Holz danach nochmal mit Öl einlassen.

So sieht das Zwischenergebnis von Montagabend aus:

20160704_183459

20160704_183600

Ich freue mich schon richtig auf das Endergebnis.

Nach der nassen Überraschung vom Wochenende wollte ich am Montagabend  nachschauen, ob alles wieder abgetrocknet ist. Dabei ist mir etwas Überraschendes aufgefallen:

20160704_184118

Irgendjemand hat sich heute an der Erdung zu schaffen gemacht, und das ganze dann nicht wieder zusammengebaut. Der Bauleiter ist informiert. Morgen soll es jemand richten – hoffentlich gibt es bis dahin keinen Kurzschluss im Haus :-/

Morgen kommt nochmal jemand von der Weiss-Sanitärabteilung und soll die Rinne an der Wasserbatterie reparieren. Dann war es das aber endgültig.

Wir werden am Wochenende nochmal weiterputzen – dann soll das Haus am 11. Juli übergeben werden. Nach 98 Tagen Bauzeit.

Tag 82-90: Durchblick

In einer Woche soll unser Haus bezugsfertig sein – so lautet zumindest der Plan. Lediglich die Malerarbeiten haben sich bisher um ein paar Tage verzögert. Weil die Maler den Platz im Wohnzimmer für ihren Tapeziertisch und ihr als Abstellraum für ihr Material brauchten ( einen Keller haben wir nicht und die Garage ist noch nicht geliefert) wurde der Bodenleger, der eigentlich schon vergangene Woche das Parkett legen sollte wieder abbestellt. Er soll jetzt am Montag mit seiner Arbeit beginnen. Das ist dann im Wesentlichen auch das letzte Gewerk, das noch komplett aussteht. Es bleiben nur noch einige Kleinigkeiten:

Die Maler haben Ende der Woche bereits den Großteil der Steckdosen und Lichtschalter montiert:

20160701_182125

20160701_182221

20160701_182404

Am Montag wollen die Weiss-Elektriker nochmal kommen. Dann werden sie die Gegensprechanlage und noch eine fehlende Sat-Dose und einen Dimmer einbauen. Außerdem fehlen in Bad und WC die Lichtschalter und Steckdosen noch komplett – sie müssen montiert werden.

Die Maler haben letzte Woche außerdem die Lücke an unserer Treppe geschlossen.

So sah es vor einer Woche aus:

20160624_161602

So aktuell:

20160701_182240

Das Klebeband täuscht ein bisschen: damit wurde nur das Holz abgeklebt. Die Maler haben die Wand etwas aufgebaut und sie bündig mit der Treppe verspachtelt und tapeziert. Jetzt muss nur noch gestrichen werden.

Am Sonntag sind wir zum ersten Putzeinsatz angetreten:

20160703_113820

20160703_113828

Wir haben alle Fenster und das Bad geputzt und das Obergeschoss einmal durchgesaugt. Unten haben wir den Dreck erstmal liegen lassen. Hier wird ja nächste Woche noch gearbeitet. Das Stockwerk ist dran, wenn die Handwerker abgerückt sind. Die Fenster im DG glänzen jetzt – dort haben wir den vollen Durchblick 😉

Allerdings sind uns beim Putzen an der Außenseite ein paar Farbspritzer und Kleberreste aufgefallen, die gar nicht, oder nur schwer zu entfernen waren. Vielleicht weiß unsere Baufirma, wie man die weg bekommt.

Durch unsere Putzaktion sind wir allerdings auf einen kleinen aber folgenreichen Mangel aufmerksam geworden. Weil wir mit warmem Wasser putzen wollten hatte ich unsere Wärmepumpe vom „Bereitschaftsbetrieb“ in den „Warmwasserbetrieb“ umgeschaltet. Dann heizt die Anlage nur das Wasser auf, nicht aber die Fußbodenheizung.

Es hat prima funktioniert. Etwa 20 Minuten nach dem Anspringen der Wärmepumpe hatten wir warmes Wasser zum Putzen. Als wir fertig waren und unten schon wieder unsere Sachen zusammenpacken wollten hörten wir ein lautes Tropfgeräusch in der Diele.

Erst dachten wir es kommt von der Heizung oder vielleicht von draußen. Dann war aber schnell klar, dass das Tropfen von unserer Wasserbatterie neben dem Eingang kommt.

20160703_131752

Die rechte der drei Leitungen speist den Warmwasserkreislauf unseres Hauses.  Daran sitzt ein Überlauf – Es ist das weiße Rohr rechts daneben. Auf dem älteren Bild kann man es erkennen:

20160504_093225

Wenn sich das Wasser beim Aufheizen ausdehnt, kann über den Überlauf der Druck reguliert werden. Das hat auch prima funktioniert.

Was nicht funktioniert hat ist  die Rinne, die dieses Wasser auffangen sollte: Statt in den Abfluss rann das Wasser unterhalb des Ablaufs heraus und tropfte von dort auf den Boden.

Wir hatten zum Glück genug Tücher und Putzlappen dabei um die Pfütze in unserem Technik-Schrank schnell aufzuwischen.

Die Ursache war schnell entdeckt: Die gesamte Konstruktion muss irgendwie nicht richtig zusammengebaut sein – jedenfalls klafft zwischen Rinne und Abfluss eine deutlich sichtbare Lücke:

20160703_131431

Jetzt biegen wir dann endgültig in die Zielgerade ein.

Am Montag kommt der Parkettleger.  Ab Donnerstag sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein – dann steht nur noch die Abnahme an.

Und die ersten Möbel sollen schon Ende der Woche geliefert werden.