Tag 16: Die Zimmerleute sind fertig

Heute waren die Zimmerleute von Fertighaus Weiss zum letzen Mal da. Sie haben unter anderem  die letzten Trockenbauplatten montiert, die Fenstersimse angebracht, die letzen Lücken in der Dampfbremse geschlossen und die Wände endgültig mit der Bodenplatte verbunden.

Das Haus stand fast eine Woche einfach so unbefestigt herum. Und wären nicht fünf LKW-Ladungen Holz, gefühlte drei Tonnen Gipskartonplatten, mehrere Sprinterladungen mit Pflanzsubstrat fürs Dach und Dichtungsmaterial, Kilometer von Stromkabeln und Stahlträger zum Versteifen der Konstruktion verbaut worden, hätte ich mir Sorgen gemacht, dass unser Haus wegweht. Jetzt ist es  fest mit dem Beton darunter verschraubt.

Innen ist unser Haus momentan ein Traum in Rigips:

Rohbau-1008

Rohbau-1023

Rohbau-1029

Rohbau-1037

Nächste Woche kommt der Heizungsbauer und beginnt, unsere Fußbodenheizung zu verlegen.

Heute morgen waren unsere Dachdecker nochmal da und haben die letzten Eimer mit Pflanzsubstrat eingebaut. Unser kleiner Dachgarten sieht  jetzt sehr gepflegt aus:

Rohbau-1057

Mittlerweile gibt es auch eine Lösung für unseren Abluftschacht in der Küche. Hier war ja gestern beim Einbau die Rückschlagklappe abgebrochen. Hier sind einige Fotos vom Mauerkasten, wie er eingebaut werden sollte:

20160331_093957

20160331_094012

Er ist wohl eher für Wäschetrockner geeignet, als für Küchenabzugshauben.

Nach einigem Ärger gestern und einem Mailwechsel zwischen dem Bauleiter und uns kam heute Morgen eine überraschende Nachricht: Fertighaus Weiss besorgt uns einen Mauerkasten mit Edelstahlverkleidung. Das sieht nicht nur besser aus, sondern hält vermutlich auch länger. Den Mehrpreis dafür zahlen wir gerne.

Tag 15: Unser Dach wird grün

Heute herrschte einmal mehr Hochbetrieb auf unserer Baustelle. Wir hatten am Morgen einen Termin mit unserem Ofenbauer. Er kam zum Ausmessen unserers Ofenstandplatzes. Wir wollen unter dem Ofen eine Glasplatte in den Boden einlassen. Die Frage ist jetzt, welche Form die Platte haben soll. Ursprünglich war eine Kreisförmige geplant. Da der Ofen aber im spitzen Winkel unseres nicht ganz symmetrischen Hauses stehen soll, haben wir uns dafür entschieden doch die ganze Nische mit einer eckigen Platte zu füllen.

Während wir mit dem Ofenbauer die Details durchsprachen, rückten fast zeitgleich die Gipser und Dachdecker an. Beide Firmen sind Subunternehmer. Die Gipser brachten die fehlenden Teile der Fassadendämmung an, die Dachdecker brachten die Dachbegrünung. Bereits vor Ostern hatten sie das Dach mit Bitumen und Wurzelschutz abgedichtet. Heute kam eine weitere Schutzfolie, Vliesbahnen und das Pflanzsubstrat obendrauf.

20160330_094615

20160330_094407

Gleichzeitig machten sich die Bauflaschner von Fertighaus Weiss daran, die Bleche entlang der Dachvorsprünge anzubringen:

20160330_094139

Fertig sieht das dann so aus:

20160330_183310

Allerdings hatten die Dachdecker ein kleines Problem. Ihr Dachbegrünungslieferant hatte das Pflanzsubstrat zum Firmenstandort im Remstal geliefert, statt zur Baustelle nach Nürtingen, also haben die Handwerker ihren Materialnachschub immer wieder von dort holen müssen. Sie sind trotzdem recht weit gekommen und auf den ersten Blick sieht alles sehr akurat aus. Ein Kiesstreifen säumt den Rand und die Dachauslässe, sowie unsere Sat-Antenne

20160330_183458

20160330_183536

Der Mix selbst sieht recht grobkörnig aus, aber bald sprießen hier schon die ersten Pflanzen.

20160330_183540

Drinnen ging der Innenausbau weiter. Im Dachgeschoss sind die Zimmerleute heute fertig geworden. Im Erdgeschoss soll es morgen soweit sein.

Ein paar Probleme bereitet uns allerdings der Mauerkasten für unsere Dunstabzugshaube. Wir planen, die Abluft aus der Küche ins Freie zu leiten. Erst heute haben wir gesehen mit welchem Gerät: der Mauerkasten ist ein einfaches Kunststoffrohr mit so einer Art Rückstauklappe im Inneren. Das Ding ist allerdings so spröde und zerbrechlich, dass die Aufhängung beim ersten Einbauversuch zerbrochen ist. Bei zwei Millimeter-dünnen Zapfen verwundert das nicht. Das Abluft-Gitter, dass an unsere Fassade montiert werden soll, ist ebenfalls indiskutabel. Es ist aus einfachem, weißen Kunststoff und genau so spröde wie die Klappe im Inneren.  Ein weitere Defekt ist unsere Auffassung nach so gut wie vorprogammiert. Vielleicht sollte man für so ein Bauteil, dass bei uns  wirklich jeden Tag in Gebrauch ist nicht Kunststoffteile  im Wert von ein paar Euro verbauen.

Ich habe mich in dieser Sache an unseren Bauleiter gewandt. Aber von ihm kam der Hinweis, dass man nur diese eine Art von Durchführung verarbeite, und dass er morgen ein neues Teil auf die Baustelle bringen werde. Die weitere Lösung des Problems delegierte er an uns: Vielleicht, so sein Vorschlag, habe unser Küchenbauer eine Lösung.

Fest steht nur: Das Plastik-Ding kommt nicht an unsere Fassade.

Baustelle Tag 14: Kamin und Antenne

Seit Beginn des Aushubs wurde jetzt genau 14 Tage an unserer Baustelle gearbeitet. Das Haus steht, der Innenausbau schreitet voran – vor allem die drei Elektriker von Weiss hatten heute, am ersten Arbeitstag nach der Osterpause,  alle Hände voll zu tun. Neben der Gebäudeverkabelung haben sie heute die Leitungen für unsere Wärmepumpe gezogen – zu unserem Erstaunen mit Erdkabeln.  Der Meister vor Ort sagte sie hätten entdeckt, dass im Leerrohr, das von unserem Technikraum zum Fundament der Wärmepumpe verläuft, Wasser steht. Irgendwie muss es durch einen undichten Deckel auf einer der beiden Seiten dort hineingelangt sein – um auf Nummer Sicher zu gehen  haben sich die Elektriker deshalb für die wasserdichte Erdkabelvariante entschieden.  Mit ihm haben wir dann auch die Positionen für die Lampenanschlüsse in Wohnzimmer, Essecke und Küche festgelegt. Was als kurzer Abstecher in der Mittagspause gedacht war, dauerte über 30 Minuten. Wir waren uns „so in etwa“ über die Lampen einig, aber unserem Elektriker war das noch präzise genug. Gemeinsam mit ihm und einem Meterstab haben wir die Positionen auf den Zentimeter genau festgelegt. Jetzt weiß ich auch, warum er seit vergangenem Mittwoch immer wieder betonte, wir sollten uns darüber Gedanken machen. Jetzt wissen wir alle ganz genau, wo welche Lampe hinkommt.

Am Nachmittag brachten die Elektriker auch noch unsere Satellitenschüssel auf dem Dach an und zogen die Photovoltaik-Leerrohre bis nach oben:

20160329_132642

20160329_132711

Außerdem bekam die Antenne auf dem Dach noch eine dicke Erdung.

Die Zimmerleute hatten ebenfalls ein straffes Programm. Sie haben den Außenkamin montiert,

20160329_132302

20160329_132725

20160329_133003

Titel

und rund ums Dach eine Holzverkleidung angebracht, sie wird später allerdings noch unter Blechen verschwinden.

20160329_132735

20160329_132739

Zur Nachbarhaus-Anbauseite wurden Brandschutzplatten als Dachverkleidung montiert. Sie sind nicht ganz so schön anzusehen wie die Holzbauteile – erfüllen aber ihren Zweck und verschwinden später ohnehin zwischen den beiden Häusern. Nur wann, ist die Frage.

20160329_132844

20160329_132846

Innen gingen die Ausbauarbeiten ebenfalls weiter: Die Räume werden nacheinander mit Rigips-Platten verkleidet. Unterm Dach ist die Dampfbremse jetzt luftdicht verschlossen.

Nach unserem Richtfest hatte die Bemerkung eines Bekannten an für Irritationen gesorgt: „Warum sind im Bad eigentlich keine grünen Rigips-Platten?“ Das einen Tag vor den Osterfeiertagen.

Ich hatte also ein sehr langes Wochenende Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, in Bau-Foren zu lesen, und auf anderen Bau-Blogs nachzuschauen.

In den Weiten des Internets setzen sich unzählige Bauherren und Heimwerker mit dem Thema auseinander, ob man für Feuchträume imprägnierte Trockenbauplatten nehmen MUSS oder nehmen SOLLTE.

Die Antwort ist wie so häufig ein klares „Ja, aber…“ Die grün gefärbten Gipsplatten, egal von Welchem Hersteller werden speziell imprägniert, damit sie Feuchtigkeit langsamer aufnehmen als nicht behandelte – wasserfest sind sie trotzdem nicht. In sogenannten Spritzwasserbereichen rund um Wanne und Dusche muss so oder so zusätzlich abgedichtet werden.

Außerdem scheiden sich die (Fach-)Geister daran, was eigentlich ein Feuchtraum ist. Der Wikipedia-Eintrag dazu zeigt, wie schwammig die Definition ist:

„Ein Feuchtraum ist ein Begriff aus dem Bauwesen, der jedoch normativ nicht erfasst ist. In den unterschiedlichen Gewerken im Hochbau gibt es unterschiedliche Definitionen eines Feuchtraumes. Beispiele unterschiedlicher Definitionen:

  • Raum, in dem langfristig beziehungsweise permanent eine Dauerluftfeuchtigkeit oberhalb 70 % herrscht.
  • Raum, in dem anfallende Luftfeuchtigkeit nicht durch eine freie Lüftung (zum Beispiel geöffnetes Fenster) abgeführt werden kann.
  • Raum, in dem eine erhöhte Luftfeuchtigkeit nicht nur periodisch auftritt.
  • Raum, in dem nutzungsbedingt mit einer dauerhaft erhöhten Luftfeuchtigkeit zu rechnen ist.“

(zum ganzen Eintrag geht’s hier…)

Keine dieser Definitionen trifft auf unser Bad zu.

Langer Rede kurzer Sinn: heute Morgen habe ich mit unserem Bauleiter telefoniert und ihn gefragt.  Er sagte mir, dass die Platten, die Fertighaus-Weiss verbaut, schon ab Werk alle imprägniert seien, außerdem werde im Bad noch flächig eine Abdichtung aufgebracht, zumindest in den Bereichen, die mit Wasser in Berührung kommen. Wie es langfristig mit Feuchtigkeitseinwirkung, beispielsweise  an der Decke ist,  konnte er allerdings nicht beantworten. Aber bei ausreichender Lüftung sei dies kein Problem.

Wir waren heute bei unseren Nachbarn zum Richtfest eingeladen. Sie haben ebenfalls ein Fertighaus gebaut – allerdings mit einer anderen Firma. Bei der Hausbesichtigung ist mir etwas aufgefallen: Auch hier wurden keine grünen Gipsplatten verbaut. Vielleicht haben die Fertighausfirmen wirklich spezielle Gipsplatten-Chargen. Ich werde das mal recherchieren.

Baustelle Tag 13: Richtfest und Dichttest

Gestern hatten wir Richtfest – zumindest im kleinen Kreis. Wegen eines zeitlichen Missverständnisses haben wir mit den Handwerkern schon am frühen Donnerstagnachmittag gefeiert – die Jungs wollten, völlig zu Recht, pünktlich ins lange Wochenende. Unsere Richtfest-Gäste hatten wir nach Rücksprache mit dem Bauleiter auf 17.30 Uhr geladen.  Zu dieser Zeit saßen unsere Zimmerleute und Elektriker vermutlich schon zu Hause bei ihren Familien.

Uns ist aber etwas sehr positives aufgefallen: Die Weiss-Leute haben unser Haus  tip-top-sauber verlassen. Unsere Gäste am Abend haben da  in wenigen Stunden deutlich mehr Krümel hinterlassen als die Handwerker in zwei Tagen Power-Durcharbeiten.

Baustelle-1009

20160324_130726

Uns hat das vom Feiern natürlich nicht abgehalten. Nachdem am Mittwoch beim Hausaufbau alles viel zu schnell ging, haben wir am Donnerstagabend zum ersten mal realisiert, dass das UNSER Haus ist, das da gerade entsteht.  Da standen wir zum ersten Mal allein in unseren eigenen vier Wänden.

Unsere Richtfest-Nachfeier war jedenfalls eine schöne Party mit leckerem Essen und netten Gästen: Familie, Freunde, Arbeitskollegen und auch ein paar nette Nachbarn, die vorbeischauten.

Bevor sich die Handwerker verabschiedeten erledigten sie noch ein straffes Programm.

Die Elektriker zogen fleißig ihre Kabel:

Baustelle-1002

Baustelle-1001

In Räumen, in denen die Elektro-Rohinstallation fertig war, fingen die Zimmerleute damit an, die Wände und Decken „zuzuschießen“. Dabei bringen sie fehlende Holzwerkstoffplatten an und verschließen die Wände mit Rigips-Platten. Unterm Dach haben sie noch eine Dampfsperr-Folie montiert.

Auf dem Dach herrschte ebenfalls Hochbetrieb: der Bautrupp eines Weiss-Subunternehmers dichtete die Dachfläche mit Bitumen- und Wurzelschutzfolie ab.

Baustelle-1005

Baustelle-1004

Baustelle-1003

Außerdem montierten die Dachdecker die Abschlussprofile für die Begrünung, damit uns das Substrat und die Pflanzen später nicht davongeschwemmt werden.

20160325_112102

20160325_112059

Die Dachdecker haben außerdem die Schwanenhals-Durchführung für Kabel (Sat und Photovoltaik) aufgebaut,

20160325_111935

die Entlüftung für die Abwasserohre fertiggestellt,

20160325_111937 20160325_112132

und einen Haken am Dach angebracht. Wir wissen noch nicht so richtig, ob das eine Absturzsicherung für die Dachpflege, oder eine Sicherung für die Antenne ist. Das werden wir aber noch herausfinden:

20160325_111933

Mittags hatten wir einen Vor-Ort-Termin mit unserem Bauleiter. Nachdem er sich ein Bild von der Baustelle und einige Handyfotos gemacht hatte sprachen wir den weiteren Ablauf der Arbeiten durch. Langsam können wir auch bei den Stadtwerken den eigentlichen Hausanschluss beantragen. Wenn alles klappt könnte der Estrich vielleicht schon unserer regulär angeschlossenen Heizung getrocknet werden und der Baustromkasten abmontiert werden.

Wir haben ihm auch die Stellen gezeigt, die unserer Meinung nach Mängel aufweisen oder bei denen vom Plan abgewichen wurde.

Das ist einmal die beschädigte Dämmung im Frostschirm.  Hier hat beim Gießen der Bodenplatte ein Schwall Beton die Isolierung regelrecht durchschlagen. Das Problem jetzt: Genau auf dieser Stelle steht das Gerüst. Unser Bauleiter schlug vor, dass die beschädigte Platte nach Abbau des Gerüsts ersetzt wird.

Das andere ist der nicht an die Regenleitung angeschlossene Kondensatablauf der Wärmepumpe. Hier haben Fertighaus Weiss und der Erdbauer ein bisschen aneinander vorbeigegraben. Die Rohre, die vom Haus wegführen, kommen zu tief raus. Der Erdbauer hat aber das 1,5 Prozent-Gefälle der Regenleitung vom Zisternenanschluss  bis hinter unser Haus konsequent eingehalten und musste so 30-35 Zentimeter über den von Weiss vorbereiteten Leitungen rauskommen. Deshalb haben wir jetzt auch zwei Regenleitungen am Haus: eine perfekt in der Gründung verlegte, die nicht zu gebrauchen ist,

Tag5
Regenleitung: Bildmitte links, Kondensatablauf vorne links.

und Eine, die vom Erdbauer als Alternative verlegt, und von den Weiss-Leuten angeschlossen wurde:

Baustelle-1006

Mit der können alle Beteiligten jetzt sehr gut leben.

Für den Kondensatablauf will aber unser Bauleiter nach Rücksprache mit den Heizungsbauern eine Lösung vorschlagen.

Am Mittag kam auch ein Bautrupp mit Gipsern – ebenfalls ein Subunternehmer. Die Jungs kamen aber nur zur Einweisung und beginnen ihre Arbeit erst nach den Osterfeiertagen. Sie werden die noch fehlenden Teile der Fassadendämmung anbringen. An den Verbindungsstellen der einzelnen Wandelemente fehlt sie. Deshalb sieht unser Haus von außen noch ein bisschen zusammengewürfelt aus – das wird sich nach diesem Lückenschluss ändern.

20160324_130721

Pünktlich zu den Osterfeiertagen fing es am heutigen Karfreitag an zu regnen. So wurde unser Dach schon seinem ersten Dichttest unterzogen.

Weil wir heute Vormittag sowieso im Haus waren, um die Reste vom Richtfest aufzuräumen habe ich die Gelegenheit genutzt und bin uns aufs Dach gestiegen, um die Arbeit der Dachdecker mal in aller Ruhe zu begutachten. Wenn in ein paar Wochen die Dachbegrünung kommt, wird es da Oben nochmal spannend.

Aber so wie es aussieht, hat das frisch versiegelte Dach über die Feiertage leider reichlich Gelegenheit, seine Dichtigkeit unter Beweis zu stellen.

Baustelle Tag 12: Unser Haus ist da!

Heute kam endlich unser Haus. Die Weiss-Mitarbeiter haben richtig Gas gegeben und von 7 bis 19 Uhr den Rohbau aufgestellt. Drinnen hatten die Elektriker bis zum Abend schon etliche Hundert der rund 1,4 Kilometer Kabel gezogen, die für unser Haus eingeplant sind. Morgen geht der Innenausbau weiter, außerdem kommen die Dachdecker.

Von heute habe ich einen kleinen Zeitraffer-Film gemacht:

Der Tag war richtig spannend:  Ergibt das, was Bauberater, Architektin und wir zu Papier gebracht haben ein wohnliches Haus? Schließlich ist unsere Grundrissform alles andere als gewöhnlich. Aber mit jeder Wand wurden wir uns sicherer: Es sind schöne, große Zimmer geworden, ein Treppenhaus, das viel größer wirkt als es ist. Eine geräumige Diele. Und auch die Erhöhung des Kniestocks im Dachgeschoss hat dem Gebäude gut getan.

Für unsere Tochter war der Bau ebenfalls ein Riesenspaß: extramatschige Erdhügel, Gerüste, schmale Bautreppen. Sie war kaum wieder wegzubekommen von der Baustelle.

Unsere Baustelle hat auch einige Zuschauer in ihren Bann gezogen und man kam immer wieder mit Passanten oder Nachbarn ins Gespräch. Zwei Straßen weiter hat ein anderes Paar gebaut – ebenfalls ein Fertighaus.

So, der Worte sind genug geschrieben. Ich werde jetzt nur noch Fotos hochladen.

Baustelle Tag 11: Ein Plan, welcher Plan?

Wir haben es gestern schon befürchtet – heute hat sich unsere Befürchtung bestätigt: Unser Baggerfahrer hat übersehen, dass der Kondensatablauf für die Wärmepumpe ebenfalls an die Entwässerung angeschlossen werden muss.

Deshalb bin ich heute morgen gleich auf die Baustelle und hab mit dem Mitarbeiter unseres Erdbauers geredet. Der hatte zwischenzeitlich schon ein zweites Regenrohr über das von Fertighaus Weiss bereits verlegte gebaut.

20160322_094942

Gut – auf dem Bild erkennt man nicht sehr viel – das braune Rohr ist das vom Erdbauer – links daneben im Splitt zu denken ist das türkisfarbene von Fertighaus Weiss.

Hier nochmal die Lage von Montagabend:

20160321_163625

Diese Lösung ist noch halbwegs nachvollziehbar und nach Rücksprache mit unserem Bauleiter auch realistisch, weil das Weiss-Rohr etwa 35 bis 40 Zentimeter Tief runter geht – würde man daran anschließen wäre das Gefälle bis zur Zisterne nicht ausreichend. Das sollte nämlich mindestens 1,5 Prozent betragen.

Also Haken dran – und hoffentlich morgen auch die Dachrinne.

Was uns mehr ärgert ist, dass die Arbeiter offenbar vergessen haben, den Kondensatablauf der Wärmepumpe an die Entwässerung anzuschließen. Das ist unmissverständlich in den Plänen eingezeichnet. Das Rohr, dass die Leute von Fertighaus Weiss schon vorbereitet haben endet jetzt im nichts. Und der Erdbauer hat es erst nach meinem Hinweis mit einer Schaufel freigelegt – dabei steckte die ganze Zeit schon ein Holzpflock als Markierung im Boden. Der türkisfarbene Schimmer im Schotter ist der Kondensatablauf:

20160322_101910

 

Jetzt muss man schauen, wie man das Rohr kürzen, und an den seit gestern vorhandenen Regenkanal anschließen kann.

Morgen kommt unser Haus – wir sind gespannt!

Baustelle Tag 10: Es wird wieder gegraben

Nach einigen Tagen Pause gingen die Arbeiten heute weiter. Unser Erdbau-Unternehmen hat damit angefangen, die Regenrohre von der hinteren Hauswand zur Zisterne zu verlegen. Dabei musste der Baggerfahrer teilweise Millimeterarbeit leisten, denn es galt, den Frostschirm nicht zu beschädigen. Deshalb musste er stellenweise direkt an der Kante entlang graben:

20160321_163021

Was uns am Abend allerdings mit einigen Fragezeichen zurückließ, war der Anfang des Regenrohrs hinterm Haus:

20160321_163625 20160321_163147

Das kleine türkisfarbene Viereck ist die Aussparung für das Fallrohr der Dachrinne. Hier haben die Arbeiter von Fertighaus Weiss bereits einen Meter Regenrohr unter dem Frostschirm verlegt, das anschlussbereit unter der Erde liegt. Nun liegt, halb eingegraben, ein weiteres Regenrohr dort – allerdings nicht angeschlossen.

Ebenfalls unklar ist, ob der Erdbauer den Kondenswasser-Ablauf der Wärmepumpe, wie im Plan eingezeichnet, an die Leitung angeschlossen hat. Auch hier haben die Weiss-Leute schon vorgearbeitet: es liegt ein Rohr bis einen Meter vor der Gebäudekante im Boden. Ich muss morgen wieder zur Baustelle und den Mitarbeiter vor Ort fragen.

Ebenfalls Sorgen bereitet mir die Frostschirm-Wärmedämmung. Der Baggerfahrer heute war echt vorsichtig und hat sich Mühe gegeben, die außenliegenden (!) Dämmplatten nicht zu beschädigen. Allerdings ist mir heute aufgefallen, dass ein großes Stück Beton die Dämmung an einer Stelle kräftig eingebeult hat. Das Stück war isher unter der schwarzen Abdeckplane versteckt, und ist mir erst heute aufgefallen. Vermutlich ist es schon beim Gießen der Platte auf die Dämmung gefallen, denn es liegt genau da, wo die Betonpumpe ihre letzten Liter ausgespuckt hat.  Außerdem gibt es ringsum Unebenheiten und Dellen in der Dämmung. Mal schauen, was der Bauleiter dazu sagt.

20160321_164359

Das untere Bild zeigt den Betonklotz und die Delle (feuchter Splitt)… ach gäb‘ es doch 3D-Fotos:

20160321_111029

Heute bin ich einmal mehr mit dem Rad zur Baustelle gefahren – eine tolle Gelegenheit den Zeitraffermodus meiner Kamera auszuprobieren. Damit möchte ich am Mittwoch Aufnahmen machen, wenn das Haus aufgestellt wird.

Hier ein kleiner Eindruck:

DCIM100GOPROGOPR5247.

DCIM100GOPROGOPR5239.

Wieder in der Luft

Heute war ich wieder mal auf der Baustelle – das schöne Wetter forderte geradezu dazu auf, einen Kopter-Überflug zu machen.

Der Beton unserer Bodenplatte sieht schon sehr gut ausgehärtet aus. Nächste Woche soll ja der Rest unseres Hauses kommen. Beim Überflug mit der Drohne konnte man dank der Baustelle und der fertigen Bodenplatte zum ersten Mal so richtig erkennen, wie unser Haus liegen wird, und wieviel Platz wir drumherum haben werden.

Aber auch, wie groß oder klein die Grundfläche unseres Hauses ist:

DCIM100MEDIA

Bei mir schwankt das immer. Rechnerisch sind es pro Geschoss rund 70 Quadratmeter – aber irgendwie kommt es mir viel kleiner vor.  Mal schauen, wie es ist, wenn die Wände stehen, und die Räume Fakten schaffen.

In der Bildergalerie habe ich mal einige Ansichten der heutigen Flugstunde zusammengestellt:

Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Ofen. Hier wollen wir eine in den Boden eingelasse Glasplatte. Dazu muss aber vermutlich an der Stelle, an der der Ofen stehen soll, der Estrich abgesenkt werden. Unser Ofenbauer sagt, das sei im Prinzip kein Problem, er könne uns eine Schablone anfertigen, mit der der Estrichleger später arbeiten kann. Er will sich das Ganze aber bei einem Vor-Ort-Termin nach Ostern erstmal anschauen und ausmessen.

Auf dem Boden bleiben

Heute hatten wir die vorerst letzte Bemusterung bei Fertighaus Weiss in Oberrot. Wir mussten uns die Fußböden aussuchen. Zum Glück sind wir uns da weitgehend einig gewesen. In Küche, Wohn- und Esszimmer ist Parkett eingeplant. Es wird ein verklebtes Eichenholzparkett. Die anderen Erdgeschossräume – Diele, WC und unser Hauswirtschafts-/Abstellraum werden gefliest.

Im Dachgeschoss fiel uns die Wahl noch einfacher: Für alle Räume gibt es das gleiche Laminat – mit einer Ausnahme. Ins Bad kommen dunkle 50×50 Zentimeter Bodenfliesen und weiße 30×60 Zentimeter Wandfliesen.

Jetzt muss noch mit Bodenleger und Ofenbauer  besprochen werden, wie sich die Glasplatte, die wir unter unseren Ofen stellen wollen, am besten ins Parkett integrieren lässt. Ursprünglich wollten wir die Trägerschicht abschleifen lassen um die Platte zu integrieren. Ob das geht, oder ob vielleicht schon der Estrich an der Stelle abgesenkt werden muss will unsere Weiss-Beraterin mit dem Bodenleger klären. Wir besorgen uns beim Ofenbauer die Maße der Glasplatte.

Alternativ können wir uns auch vorstellen rund um den Ofen die gleichen Fliesen zu verlegen, die wir auch in der Diele haben.

Zum bemustern der Fliesen waren wir nicht Oberrot, sondern ein paar Kilometer weiter in Rosengarten-Uttenhofen. Das muss man nicht kennen – aber dort sitzt die Firma Metzler,  einer der Hauslieferanten von Fertighaus Weiss. Wie schon zuvor in Oberrot hatten wir bei Metzler eine freundliche und kompetente Beraterin, die uns allerhand Möglichkeiten gezeigt hat, wie wir unser Bad und die Erdgeschossräume mit Feinsteinzeug, Keramik und Co. gestalten können.

Bis die Bodenbeläge dann tatsächlich verlegt werden, wird aber noch einige Zeit verstreichen – Erst Anfang Juni stehen die Fliesen auf dem Programm, Parkett und Laminat drei Wochen später.

Baustelle Tag 9: Pause

Heute war eine Pause auf unserer Baustelle. Am Morgen lag nicht nur eine leichte Schneedecke über Nürtingen, sondern auch eine große schwarze Plane über unserer Bodenplatte – ich bin gespannt, wie es darunter aussieht.

20160301_095450

Das Fundament unserer Wärmepumpe war nicht ganz so geschützt: In der Verschalung staute sich das Schmelzwasser des nächtlichen Schneefalls. Hoffentlich hat das keine negativen Auswirkungen auf unsere Mini-Bodenplatte.

20160301_095558

Jetzt warten wir auf den nächsten Bauabschnitt: Im April kommt der Rest unseres Hauses.

UPDATE: Der Aufstelltermin unseres Hauses steht fest – die Zimmerleute von Weiss rücken am 23. März an. Damit wird der Rohbau schon vor Ostern stehen.