Baugenehmigung – das erste Problem

Am Donnerstag hatten wir unser Baugesuch eingereicht. Dass es darin eine Abweichung zum Bebauungsplan gab, war uns bewusst. Sowohl die Baufirma als auch der Vermesser hatten sich diesbezüglich bei der Stadt erkundigt. Im Raum stand, ob wir nicht vielleicht doch ein Genehmigungsverfahren beantragen müssen.

Die Firma Weiss teilte uns mit, sie hätte von der Bauverwaltung der Stadt Nürtingen die Auskunft erhalten, dass wir trotzdem im Kenntnisgabeverfahren (billiger, schneller) bauen könnten.

Heute kam ein Brief von der Stadt. Hier ein Auszug:

„Bei der Durchsicht der Unterlagen ist uns aufgefallen, dass Ihr geplantes Bauvorhaben dem  geltenden Bebauungsplan widerspricht.
Der Bebauungsplan sieht für Ihr Wohngebäude eine Erdgeschossfussbodenhöhe (EFH) von 317,30 m
vor. Geplant haben Sie mit einer EFH von 317,55 m.
Nach Ziffer 1.4 des Bebauungsplanes (Höhe der baulichen Anlagen) ist es ausnahmsweise möglich,
dass mit der EFH-Höhe um +/- 30 cm variiert werden kann, d.h. dies muss beantragt werden.
Dieser separate Antrag ist im Kenntnisgabeverfahren nach der neuesten Fassung der Landesbau-
ordnung nicht mehr zulässig.
Somit können Sie Ihr Bauvorhaben nicht im Kenntnisgabeverfahren durchführen.
Bitte wählen Sie ein anderes Verfahren (Bauantragsverfahren § 49 LBO oder Vereinfachtes Bauge-
nehmigungsverfahren § 52 LBO). Die Formulare sind entsprechend auszutauschen.
Setzen Sie sich diesbezüglich mit Ihrem Entwurfsverfasser in Verbindung.“

Ein Amt zwei Meinungen.
Wir haben Kontakt mit unserer Architektin aufgenommen. Mit ihr muss jetzt geklärt werden, wie es weitergeht.