Tag 55 und 56: Hochspannung

Gestern waren die Maler wieder voll im Einsatz, unsere Wände sind beinahe komplett verspachtelt und somit fast bereit zum tapezieren.

Außerdem kamen gestern Abend die Elektriker von Fertighaus Weiss, um mit der Elektro-Endmontage zu beginnen.

Als wir heute morgen auf der Baustelle vorbeischauten, verabschiedeten sich die Maler gerade ins lange Wochenende. Eine kleine Hiobsbotschaft hatten sie parat: sie werden in der kommenden Woche wohl erneut auf einer anderen Baustelle eingesetzt. Deshalb verzögern sich die Malerarbeiten bei uns ein bisschen. Das dürfte die Elektriker und den Fliesenleger, der sich für nächste Woche angekündigt hat, wohl kaum stören.

Die Elektriker haben damit begonnen, die Steckdosen und Lichtschalter zu montieren;

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Da sehen die Wände gleich viel aufgeräumter aus. Außerdem haben sie die Thermostate montiert:

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Im Technikraum haben sie damit begonnen, die Leitungen anzuschließen.

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Deshalb haben sie auch kurz die Wärmepumpe abgeklemmt. Weil die Stadtwerke noch nicht da waren, um die Stromzähler zu setzen, läuft die Heizung noch über Baustrom.  Der wird jetzt allerdings über den Verteilerkasten im Haus eingespeist und dann über den offiziellen Wärmpepumenschluss geleitet.

Eigentlich sollten die Maler noch eine Rigipsplatte auf dem Fenstersims in der Küche anbringen – für die Fensterbank unseres Küchenbauers ist die von Weiss geplante Lücke etwas zu groß. Ich hatte das mit unserem Bauleiter besprochen.

Unsere Baustelle läuft ja bisher richtig gut. Nur Gespräche mit unserem Bauleiter erweisen sich leider oft als Informations-Sackgasse. Der direkte Kontakt mit den Handwerkern vor Ort und den Leitern der jeweiligen Fachabteilungen ist da wesentlich erfolgreicher. Hier reicht ein kurzes Gespräch oder eine Mail und es läuft.

Über die Risse im Estrich habe ich schon berichtet  Unser Bauleiter war am Dienstag auf der Baustelle, weil er sich die Risse und die Tür ansehen sollte. Und weil er sich um die Rigipsplatte am Fenster kümmern wollte.  Für mehr als für einen kurzen Blick auf die Risse hat es leider nicht gereicht  – „keine Zeit“.

Schon fast amüsant war, als ich heute morgen versucht habe ihn anzurufen. Ich wollte den Stand der Dinge erfragen, weil er sich (wie immer) nach dem Besuch auf der Baustelle nicht gemeldet hatte.

Ich habe ihn schon mehrmals vorgeschlagen, dass man sich vermeintliche Mängel gemeinsam anschaut oder Fragen vor Ort klärt. So spart man sich die Telefoniererei und die E-Mails. Mein Arbeitsplatz liegt keine fünf Minuten von der Baustelle entfernt und ich könnte jederzeit kurz rausfahren und mich mit ihm treffen. Das hat in den vergangenen drei Monaten ein einziges Mal geklappt und das nur, weil ich fast 40 Minuten auf der Baustelle gewartet habe.

Deshalb also mein obligatorischer Anruf am Tag danach: Es klingelte, niemand ging ran. Soweit kein Problem.  Ein paar Minuten später kam der Rückruf. Wir haben uns kurz über die Risse unterhalten und er wollte mir klar machen, dass die Risse über Dehnungsfugen völlig normal seien. Mir geht es mehr um die Spannungsrisse, die in meinen Augen repariert werden sollten. Sie sind  zwar klein, aber wenn dort erstmal gefliest wurde, und der Estrich anfängt zu arbeiten, könnten die Risse sich auf den Bodenbelag übertragen.  Das würde ich gerne verhindern.

Seine Antwort: Der Fliesenleger soll sich die Risse anschauen und dann entscheiden. Er müsse schließlich die Gewährleistung übernehmen.

Als dann von meiner Seite Nachfragen kamen wegen der Türe und dem Fenstersims musste er ganz schnell Schluss machen, weil er mitten in einer Hausübergabe war.

Ich habe ja ein gewisses Verständnis: Der Mann betreut nicht nur unsere Baustelle, sondern vermutlich noch einige andere. Und andere Bauherren haben ebenfalls ihre Sorgen und Nöte –  da kann man schon mal in Stress geraten. Aber mitten in einer Hausübergabe einen anderen Kunden anzurufen wirkt dann schon arg verplant. Zumindest auf denjenigen am anderen Ende der Leitung.

Etliche Dinge haben, wenn man nachgehakt hat, funktioniert. Und insgesamt laufen die Bauarbeiten an unserem Haus bislang prima. Was mich aber ärgert, ist, dass unser Bauleiter die Zuständigkeit immer wieder von sich weist und bei uns ablädt.

Aber wie gesagt: mit den Handwerkern vor Ort ist eigentlich immer ein kompetenter Ansprechpartner auf der Baustelle.

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