Baustelle Tag 13: Richtfest und Dichttest

Gestern hatten wir Richtfest – zumindest im kleinen Kreis. Wegen eines zeitlichen Missverständnisses haben wir mit den Handwerkern schon am frühen Donnerstagnachmittag gefeiert – die Jungs wollten, völlig zu Recht, pünktlich ins lange Wochenende. Unsere Richtfest-Gäste hatten wir nach Rücksprache mit dem Bauleiter auf 17.30 Uhr geladen.  Zu dieser Zeit saßen unsere Zimmerleute und Elektriker vermutlich schon zu Hause bei ihren Familien.

Uns ist aber etwas sehr positives aufgefallen: Die Weiss-Leute haben unser Haus  tip-top-sauber verlassen. Unsere Gäste am Abend haben da  in wenigen Stunden deutlich mehr Krümel hinterlassen als die Handwerker in zwei Tagen Power-Durcharbeiten.

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Uns hat das vom Feiern natürlich nicht abgehalten. Nachdem am Mittwoch beim Hausaufbau alles viel zu schnell ging, haben wir am Donnerstagabend zum ersten mal realisiert, dass das UNSER Haus ist, das da gerade entsteht.  Da standen wir zum ersten Mal allein in unseren eigenen vier Wänden.

Unsere Richtfest-Nachfeier war jedenfalls eine schöne Party mit leckerem Essen und netten Gästen: Familie, Freunde, Arbeitskollegen und auch ein paar nette Nachbarn, die vorbeischauten.

Bevor sich die Handwerker verabschiedeten erledigten sie noch ein straffes Programm.

Die Elektriker zogen fleißig ihre Kabel:

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In Räumen, in denen die Elektro-Rohinstallation fertig war, fingen die Zimmerleute damit an, die Wände und Decken „zuzuschießen“. Dabei bringen sie fehlende Holzwerkstoffplatten an und verschließen die Wände mit Rigips-Platten. Unterm Dach haben sie noch eine Dampfsperr-Folie montiert.

Auf dem Dach herrschte ebenfalls Hochbetrieb: der Bautrupp eines Weiss-Subunternehmers dichtete die Dachfläche mit Bitumen- und Wurzelschutzfolie ab.

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Außerdem montierten die Dachdecker die Abschlussprofile für die Begrünung, damit uns das Substrat und die Pflanzen später nicht davongeschwemmt werden.

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Die Dachdecker haben außerdem die Schwanenhals-Durchführung für Kabel (Sat und Photovoltaik) aufgebaut,

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die Entlüftung für die Abwasserohre fertiggestellt,

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und einen Haken am Dach angebracht. Wir wissen noch nicht so richtig, ob das eine Absturzsicherung für die Dachpflege, oder eine Sicherung für die Antenne ist. Das werden wir aber noch herausfinden:

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Mittags hatten wir einen Vor-Ort-Termin mit unserem Bauleiter. Nachdem er sich ein Bild von der Baustelle und einige Handyfotos gemacht hatte sprachen wir den weiteren Ablauf der Arbeiten durch. Langsam können wir auch bei den Stadtwerken den eigentlichen Hausanschluss beantragen. Wenn alles klappt könnte der Estrich vielleicht schon unserer regulär angeschlossenen Heizung getrocknet werden und der Baustromkasten abmontiert werden.

Wir haben ihm auch die Stellen gezeigt, die unserer Meinung nach Mängel aufweisen oder bei denen vom Plan abgewichen wurde.

Das ist einmal die beschädigte Dämmung im Frostschirm.  Hier hat beim Gießen der Bodenplatte ein Schwall Beton die Isolierung regelrecht durchschlagen. Das Problem jetzt: Genau auf dieser Stelle steht das Gerüst. Unser Bauleiter schlug vor, dass die beschädigte Platte nach Abbau des Gerüsts ersetzt wird.

Das andere ist der nicht an die Regenleitung angeschlossene Kondensatablauf der Wärmepumpe. Hier haben Fertighaus Weiss und der Erdbauer ein bisschen aneinander vorbeigegraben. Die Rohre, die vom Haus wegführen, kommen zu tief raus. Der Erdbauer hat aber das 1,5 Prozent-Gefälle der Regenleitung vom Zisternenanschluss  bis hinter unser Haus konsequent eingehalten und musste so 30-35 Zentimeter über den von Weiss vorbereiteten Leitungen rauskommen. Deshalb haben wir jetzt auch zwei Regenleitungen am Haus: eine perfekt in der Gründung verlegte, die nicht zu gebrauchen ist,

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Regenleitung: Bildmitte links, Kondensatablauf vorne links.

und Eine, die vom Erdbauer als Alternative verlegt, und von den Weiss-Leuten angeschlossen wurde:

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Mit der können alle Beteiligten jetzt sehr gut leben.

Für den Kondensatablauf will aber unser Bauleiter nach Rücksprache mit den Heizungsbauern eine Lösung vorschlagen.

Am Mittag kam auch ein Bautrupp mit Gipsern – ebenfalls ein Subunternehmer. Die Jungs kamen aber nur zur Einweisung und beginnen ihre Arbeit erst nach den Osterfeiertagen. Sie werden die noch fehlenden Teile der Fassadendämmung anbringen. An den Verbindungsstellen der einzelnen Wandelemente fehlt sie. Deshalb sieht unser Haus von außen noch ein bisschen zusammengewürfelt aus – das wird sich nach diesem Lückenschluss ändern.

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Pünktlich zu den Osterfeiertagen fing es am heutigen Karfreitag an zu regnen. So wurde unser Dach schon seinem ersten Dichttest unterzogen.

Weil wir heute Vormittag sowieso im Haus waren, um die Reste vom Richtfest aufzuräumen habe ich die Gelegenheit genutzt und bin uns aufs Dach gestiegen, um die Arbeit der Dachdecker mal in aller Ruhe zu begutachten. Wenn in ein paar Wochen die Dachbegrünung kommt, wird es da Oben nochmal spannend.

Aber so wie es aussieht, hat das frisch versiegelte Dach über die Feiertage leider reichlich Gelegenheit, seine Dichtigkeit unter Beweis zu stellen.

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